Inhalt:
Hach, war die alte Zeit schön, in der Verehrer ihren Angebeteten noch regelmäßig Karten schrieben! Die Karten eines gewissen Kurt aus dem Jahr 1920 haben die Zeiten überdauert und wurden als verborgener Schatz auf einem Hamburger Flohmarkt von Laura Windmann entdeckt. Gemeinsam mit Bea Vincent hat sie daraus einen wunderhübschen Postkartenroman geschrieben, in dem die originalen Karten auch als Abbildungen zu sehen sind.
Die Kartentexte an Trudl, so hieß die Angebetete, wurden von den Autorinnen durch fiktive Antworten, Tagebuchauszüge und Briefe ergänzt – alles im Stil der Zeit. Das ist für uns Heutige nicht nur herrlich amüsant zu lesen, sondern vermittelt auch einiges vom Lebensgefühl nach dem Krieg und vom Beginn der „Goldenen Zwanziger“. Wie war die allgemeine Stimmung? Wie sah der Alltag junger Leute aus? Und was trieb man in der Freizeit? In Trudls Freundeskreis wurde zum Beispiel gern getanzt. Aber es geht auch um ihre Perspektiven, ob persönlich oder beruflich.
Die schriftliche Sprache war, wie wir beim Lesen schnell merken, eine andere: gesetzter, höflicher formuliert – man könnte auch sagen, etwas umständlicher. Doch den Autorinnen gelingt der Spagat, daraus einen sehr unterhaltsamen Roman zu kreieren, der locker eine Liebesgeschichte im Hamburg der 20er Jahre erzählt und nebenbei von dieser Zeit. Ob es ein „happy end“ gibt? Das verrate ich nicht, das müsst ihr schon selbst nachlesen.
Fazit
Unterhaltsame Liebesgeschichte im Stil der Zeit – die uns nebenbei einiges über den Alltag, die Wünsche und Ziele junger Leute dieser Jahre erzählt.
Über die Autorinnen:
Laura Windmann schrieb mit „Mutti geht’s gut“ und „Mutti hebt ab“ zwei humorvolle Bestseller über die Generation Silver. Gemeinsam mit Bea Vincent veröffentlichte sie das Gartenbuch „Liebling, ich habe den Garten gesprengt!“. 2025 erschien ihr erster Krimi „Der Tote im Wattenmeer“. Zudem hostet sie den Podcast „Windmanns Eck“ und gründete mit Kolleg*innen den „Club der Bestseller“
Bea Vincent, Autorin aus Hamburg, startete mit Beiträgen in Musik- und Szenemagazinen, bevor ihr erster Roman „Alsterperlen küssen nicht“ erschien. Sie arbeitet nebenberuflich als Texterin, Autorin und Ghostwriterin. Gemeinsam mit Laura Windmann veröffentlichte sie „Liebling, ich habe den Garten gesprengt!“ und liest seit 2019 bundesweit aus dem gemeinsamen Werk.
Das Buch ist im Ammian Verlag erschienen und hier erhältlich.
In diesem Überblick findet Ihr alle bisher vorgestellten historischen Romane.
Jetzt Newsletter abonnieren.