Schloss Stolpe (Usedom, D)

Auferstanden aus Ruinen…

Wie haben Adelige um 1900 in ihren Schlössern gelebt? Ein schönes Beispiel dafür ist Schloss Stolpe auf der Insel Usedom. Wir haben dorthin einen Fahrradausflug unternommen.

Das Schloss blickt auf eine bewegte Geschichte mit vielen Erweiterungen und Umbauten zurück. Schon in der Hochrenaissance lässt sich die erste Bauphase datieren. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb Graf Friedrich von Stolpe das Schloss und ließ es im historistischen Stil umfassend renovieren und umbauen. Dabei spielte auch seine junge Frau Freda von Stolpe eine wichtige Rolle, die aus Berlin kam und durchaus Vorstellungen von Komfort und Wohnstandard mitbrachte, um in der Provinz heimisch zu werden. Ihre spannende Lebensgeschichte findet Ihr in diesem Gastbeitrag von Karina Schulz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss langsam. In DDR-Zeiten wurden aus ideologischen Gründen Türme abgebaut und Fenster ersetzt, sodass das Gebäude nicht mehr besonders schlossähnlich wirkte und bald dem Verfall preisgegeben war.

Nach der Wende wurde es ab 2001 Schritt für Schritt saniert und wiederhergestellt. Heute erstrahlt es wieder in altem Glanz, fast so wie zu Gräfin Fredas Zeiten. Die Räume sind entsprechend möbliert, vom Salon der Gräfin über Schlaf- und Badezimmer bis hin zur Bibliothek. Von den beiden Türmen aus hat man einen wunderbaren Blick in die umliegende Landschaft.

Am Wochenende gibt es Kaffee und Kuchen, organisiert vom engagierten Förderverein; im Gegenzug freut man sich über eine freiwillige Spende zum Erhalt des Ensembles.

Fazit:

Ein wirklich schönes Ausflugsziel, nicht nur für Usedom-Urlauber!

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