Inhaltsüberblick:
Kaiser Wilhelm II. hatte vier Schwestern und drei Brüder, die meist im Schatten ihres berühmten Bruders standen. Dieser Band vereint erstmals die bewegenden Einzelbiografien der Geschwister des letzten deutschen Kaisers und bietet zugleich ein spannendes Zeitpanorama.
Sigismund und Waldemar starben bereits im Kindesalter. Die Lebenswege des „Marineprinzen“ Heinrich von Preußen, der Herzogin Charlotte von Sachsen-Meiningen, Prinzessin Victoria zu Schaumburg-Lippe bzw. Zoubkoff, Königin Sophie von Griechenland und Landgräfin Margarethe von Hessen, die beinahe Königin von Finnland geworden wäre, blieben hingegen zeitlebens eng mit jenem des Kaisers verbunden. Ihre sehr unterschiedlichen Schicksale ermöglichen somit auch einen facettenreichen Blick auf diesen umstrittenen Monarchen
Fazit:
Die Einzelschicksale der Geschwister werden von Autorin Barbara Beck differenziert und gut recherchiert dargestellt. Bei den Einzelbiografien wird dabei auch immer der Bezug zur übrigen Familie, d.h. zu den Eltern, Geschwistern und Großeltern gezeigt. Fotos und Bilder komplettieren das Ganze.
Nicht nur sehr lesenswert für alle, die sich für die kaiserliche Familie interessieren, sondern auch für die Kaiserzeit an sich.
Über die Autorin:
Barbara Beck, geb. 1961, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde in Augsburg und München. Nach mehrjähriger Tätigkeit im kulturhistorischen Ausstellungsbereich arbeitet sie heute als freie Historikerin und Sachbuchautorin. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher zu historischen und kulturhistorischen Themen. Diese Biografie ist im Pustet Verlag erschienen.
Weitere Links:
Den Link zur Übersicht aller bisher vorgestellten Biografien findet Ihr hier.
Gastartikel zum Sturz des kaiserlichen Freund Philipp zu Eulenburg und Hertefeld, gleichfalls von Barbara Beck
Gastartikel zu Kaiserin Augusta, Ehefrau von Kaiser Wilhelm I. (Sohn Luises und Friedrich Wilhelm III.)
Gastartikel zu Kaiserin Auguste Viktoria, Ehefrau von Kaiser Wilhelm II. (Urenkel von Luise)
Beide Gastartikel wurden von Karin Feuerstein-Praßer verfasst