Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth (Hrsg. Schad)

Inhaltsüberblick:

Marie Valérie (1868–1924) wurde als viertes Kind von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth in Budapest geboren. Wie keines der anderen Geschwister gewann sie das Herz ihrer Mutter und durfte ihre Nähe erleben, aber auch Sisis ruheloses Leben. In ihrem Tagebuch beschreibt Marie Valérie ihre Eltern, Geschwister und Verwandten ganz unmittelbar, oft ungeschminkt. Kritisch beschreibt die Erzherzogin auch ihre Zeit, die Monarchie und nicht zuletzt sich selbst – als Kind, als Braut, als Frau und Mutter (Verlagstext).

Die Herausgeber Martha und Horst Schad greifen dabei auf Abschriften des Schriftstellers und Archivars Richard Sexau (1882-1962) zurück. Die Original-Tagebücher von Marie Valerie sind derzeit nicht verfügbar. Sie sind entweder unter Verschluss der Familie, es ist auch möglich, daß sie teilweise vernichtet wurden, eine bei Adeligen nicht unübliche Praxis, da doch einige Interna in den Büchern verraten werden. 

Der jetzige Forschungsstand bei Sexaus Abschriften ist, daß er die handschriftlichen Tagebücher nicht wortwörtlich transkribierte, sondern Auslassungen und Kürzungen möglich sind (Forschung Christian Sepp). Trotz alledem ist seine Übertragung der Tagebücher eine wertvolle zeithistorische Quelle und es ist wenig wahrscheinlich, daß der unredigierte Inhalt der originalen Tagebücher (falls sie noch erhalten sind) noch ans Licht kommt. 

Über die Herausgeber: 

Martha Schad ist eine deutsche Historikerin und Autorin, die verschiedene Werke zu historischen Persönlichkeiten geschrieben hat. Einige ihrer Werke wurden als Grundlage für Verfilmungen verwendet und insgesamt in 16 Sprachen übersetzt.

Das Buch ist im Piper Verlag erschienen und kann hier bestellt werden. 

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