Schloss Fasanerie Eichenzell (bei Fulda/Hessen)

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Hessens schönstes Barockschloss ist nicht nur von außen zu bewundern. Man kann den imposanten Bau (für den die Bezeichnung Fasanerie wirklich untertrieben ist) bei einer Führung von innen besichtigen, im Sommer auch die im Schloss stationierte Porzellansammlung.
Davor oder danach kann man im angeschlossenen englischen Landschaftspark flanieren und kommt dabei an angelegten Seen, verwitterten Statuen und romantischen Pavillons vorbei.
Wer danach (oder schon davor) Hunger oder Durst bekommt, kann im Restaurant „Fasanerie“ im Schloss einkehren – mit Blick auf den Park.

Ich war bei einer Winterführung dabei und erfuhr viel Wissenswertes zur Geschichte des Schlosses, welches in seiner jetzigen Form ca. 1740 vom Fürstbischof von Fulda, Amand von Buseck als Sommerresidenz ausgebaut wurde. Im Winter wurde das Schloss nie genutzt, ich verstehe auch warum, denn es war recht kalt – also Winterjacke anlassen! Die vorhandenen Öfen sind Attrappen, erzählt uns die Gästeführerin dazu und auch viel Wissenswertes über das Adelsleben. Z.B. zur sogenannten Kaisertreppe, die in den 1. und repräsentativen Stock führt. Der Rang des Gastes bestimmte, wieviele Treppenstufen ihm der Gastgeber entgegenkam (oder auch nicht…).

Die Räume sind mit Möbeln, Gemälden und Porzellan stilecht eingerichtet, neben repräsentativen Zimmern sind auch private Bereiche wie die Schlafzimmer zu besichtigen – Herren- und Damentrakt waren dabei getrennt. Ein Highlight (im Bild) am Anfang: die sehr gut erhaltene repräsentative Kutsche mit Lederfederung – für eine Reise ins ca. 100 km entfernte Frankfurt hätte man mit ihr übrigens ca. 2 1/2 Tage gebraucht…

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