Alte Wörter – von A wie Aussteuer bis Z wie Zuber

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Alte Wörter

Dies ist eine Sammlung von alten Wörtern, die in der Kaiserzeit (etwas erweitert bis in die 20er Jahre) gebräuchlich waren und es heute nicht mehr so sind. Gesammelt werden alle Wörter, die zwar (vielleicht oder teilweise) noch gekannt werden, aber die selten oder nicht mehr verwendet werden.
Das ist natürlich subjektiv und deshalb ist die Auswahl etwas weiter gefasst.

In den Kommentaren können neue Wörter mit Erklärungen (und idealerweise Beispielsatz, aber das muss nicht sein) gerne ergänzt werden! Mit der Suche könnt Ihr überprüfen, ob Euer Wortvorschlag schon in der Aufstellung enthalten ist.

Nicht gefragt sind an dieser Stelle jüngere alte Wörter (wie z.B. Bandsalat oder Stereokassette) oder auch DDR-Wortschatz (wie z.B. Subotnik, Broiler) – sorry, das passt nicht zur Zeit der Seite, dafür gibt es sicher genügend andere Foren.

Trotz allem: Keiner wird für vorgeschlagene Wörter gemaßregelt!

Ich verlasse mich auf Euer Sprachgefühl und freue mich auf Eure Vorschläge! Allerdings behalte ich mir vor, sie dann nach eigenem Ermessen entsprechend aufzunehmen – werde Euch aber im Kommentar ggf. sagen, warum nicht…

In jedem Fall steht der Spaß am Sammeln im Vordergrund!

Neu ab September 21: Prämierung des originellsten neuen „alten“ Wortes

Jeden Monat wird das originellste neue „alte“ Wort prämiert! Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält das Buch „Die Wunderkammer der deutschen Sprache“ herausgegeben von Böhm/Pfeiffer, verlegt von „Das kulturelle Gedächtnis“ und von der Stiftung Lesen als eines der schönsten deutschen Bücher ausgezeichnet.

Bitte schreibt Euer Wort oder Wörter in die Kommentare. Nicht wundern, wenn sie nicht gleich sichtbar sind – sie werden (wegen SPAM) erst durch uns freigeschaltet, am Wochenende kann es auch mal bis Montagmorgen dauern…

Unser Buchsponsor, der Berliner VERLAG DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS hat sich zum Ziel gesetzt, notwendige Bücher der Literatur- und Kulturgeschichte neu zu verlegen – um schon gemachte Erfahrungen einzubringen und erreichte Standards des Denkens und Schreibens hochzuhalten.
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Teilnehmen kann man jeweils bis zum Ende des Monats, hier findet Ihr die Teilnahmebedingungen.

Die erste Gewinnerin für den Monat September ist ermittelt, es ist Ela E. für ihren Wortvorschlag: „Tumultant“ – das heißt soviel wie Unruhestifter und Verursacher von Tumulten. Die Besonderheit ist hier – während Tumult heute noch recht gebräuchlich ist, so ist es Tumultant überhaupt nicht mehr. Vielen Dank für den Vorschlag und ich freue mich auf Eure neuen Vorschläge für die Oktober-Verlosung!

Ab sofort habe ich für die Auswahl und Prämierung der Wörter eine Expertin an meiner Seite:

Ich freue mich, Euch Prof. Dr. Claudia Wich-Reif vorzustellen. An der Universität Bonn ist sie Professorin für die Geschichte der deutschen Sprache und Sprachliche Variation und als solche prädestiniert dafür! Sprachgeschichte und Sprachwandel gehören als Themen zu ihren Forschungsgebieten, mit denen sie sich schon lange intensiv auseinandersetzt. Dazu sind einige Publikationen und Veröffentlichungen von ihr erschienen.

Zum Gebrauch von Wörtern sagt sie:
„Ich finde es interessant, zu sehen wie sich Sprache im Gebrauch verändert, aber auch, welche Konstanten es gibt. Zudem ist es spannend zu sehen, wie Sprache bewertet wird. Dazu gehört die Einschätzung, ob ein Wort als noch fest im Gebrauch oder aber als alt eingestuft wird.“

BuchstabeWortBedeutungBeispielsatz
A
SubstantiveABC-SchützenSchulanfänger
AbortKlosett, Klo
AbtrittKlosett, Klo
Affront, derBeleidigung, jmd. brüskieren
Amme, dieFrau, die nicht-eigene Kinder stillt
Amtsschimmelpedantische Bürokratie
Ausbund, derfür Menschen, eine Bündelung einer bestimmten Eigenschaft, meist eher negativ verwendetSie war ein Ausbund an Boshaftigkeit.
AussteuerMitgift der Braut (von den Eltern finanzierte Beigaben in materieller oder finanziellen Form für die Hochzeit
Altchennett gemeinter Ausdruck für alte Frau(Als Antwort an die Köchin, ihr den Kaffee ans Bett zu bringen:) "Das ist auch besser, Altchen!"
AntlitzGesicht Sie schlug den Schleier zurück und nun sah Anneliese endlich das Antlitz, nach dem sie sich in der letzten Viertelstunde so unausprechlich gesehnt hatte".
Aufwartung...machen, im Sinne von besuchen, vorbeischauen
Augenweide, dieeine besonders schöne ErscheinungSie war eine Augenweide!
Adjektiveandächtigkonzentriert...er fand auch die alte Christine in andächtiger Bewunderung dabei...
allenthalbenimmer, überall
Verbenablegenim Sinne von Hut der Mütze abnehmen, Mantel ausziehenAber lege erst ab und setz Dich gemütlich her
anfechtenim Sinne von "das macht mir nichts aus"Wenn ich das verliere, würde mich das nicht anfechten...
B
Substantive
Babutz, derälterer plattdeutscher Ausdruck für Barbier (Friseur)
Backfischweiblicher Teenager
BackpfeifeOhrfeige
Barbier, der Herrenfriseur
BaseCousine oder Tante (auch für weibl. Verwandte allgemein)„… und war dann mit Frida bei der Base in Ulm gewesen.“
Bedürfnisanstaltöffentliche Toilette
Behuf, der Zweck (zu welchem)
BeletageHauptgeschoß, erster Stock (meist Herrschaftswohnung)
Billett, das Eintrittskarte, Fahrschein (wird in der Schweiz noch verwendet)
Blaustrumpfselbstbestimmte Frau (Duden 1913: gelehrtes Frauenzimmer)
Boudoir, daseigentlich Schmollwinkel; kleines trauliches Damenzimmer (Duden 1913)
Bursche, derjunger Mann; auch Knecht; vollwertiges Mitglied einer Burschenschaft
Adjektiveblümerantflau, übel, Mir wird ganz blümerant!
C
SubstantiveChaise, dieKutsche, Wagen, Sitz
Chaiselongue, dieLiegesofa
D
SubstantiveDampfrossDampflok
Deut, derkleine (niederländische) Münze, gar nichtsDer ist keinen Deut besser.
Dirne, diezunächst allgemein die Bezeichnung für ein junges, unverheiratetes Mädchen. Die Bedeutung wandelte sich mit der Zeit zu „käuflichem Mädchen“ oder Prostituierte.
DiwanSofa
Dutzend12 Stück
Drücker(Tür-)drücker, (Tür-)klinkeÖffnete man diese mit dem blitzblanken Messingdrücker
DroschkePferdekutsche - frühere Taxen"Und wünscht Fräulein eine Droschke?"
Verbendispensieren1. befreien, (vorübergehend) freistellen
2. Arzneien bereiten und ausgeben
Adjektivedrolliglustig, oft im komischen Sinneeine wahrhaft...schöne Greisin mit unendlich vielen drolligen Eigentümlichkeiten...
AdverbiendarobdarüberEr war darob sehr ungehalten.
E
SubstantiveEidam, derSchwiegersohn
Eifermit..., Elan, motiviert etwas tun...wandte sie sich an die alte Dame und sprach mit höflichem Eifer von Schränken, Kommoden und Stühlen, die sie angesehen hatte.
ErbsenzählerGeizhals
Elektrische, dieStraßenbahn
Erdapfel, derälteres Wort für Kartoffel, wird in Österreich noch verwendet
ErquickungErfrischung, etwas Schönes genießen (sich an etwas "erquicken")Auch wer nicht aus dem Theater, aber von der Reise kommt, bedarf einer kleinen (Extra)erquickung."
Adjektiveeinfältigdumm, nicht sehr klugVor denen läufst Du einfach weg, wie es ein junges Mädchen von mehr als sechzehn Jahren, das keineswegs einfältig ist, nicht mehr tun sollte.
emsigfleißig (und schnell)
ehrenwertachtbar, ehrbarein gewiß sehr ehrenwerter Herr...
ergeben jemanden zugeneigt seinIch bin Ihnen sehr ergeben.
Verbenergießenüberfluten, heute selten gebrauchtEin ansehnlicher Menschenstrom ergoß sich in die große Halle
erwehren (sich von etwas fernhalten, dagegen stemmen...)sich einer Sache erwehrenEr kann sich des Zweifels nicht erwehren.
F
SubstantiveFersengeldFersengeld geben, sich schnell davonmachen
FisimatentenUnfug (im Sinne von Ermahnung)
Flegeljahreso etwas ähnliches wie Pubertät männlicher Teenager
Frauenzimmerumgangssprachlich für Frau
Fräuleinunverheiratete Frau
FiliusSohn auf lateinisch, umgangsprachliche Verwendung"Mein Filius" sagte er dabei, "bedenke..."
Verbenfrohlockensich freuen"Ach, und ich hab es gar nicht eilig" frohlockte das Mädchen
fixierenfeststellen, festmachenHannibals Übergang über die Alpen genau zu fixieren, wird wohl kaum jemals gelingen.
Adjektivefamostoll, fabelhaftEin famoser Tag!
Adverbfreilichjedoch, allerdingsEs stimmte freilich nicht ganz, aber es stimmte doch ein wenig.
G
Substantive
GalanLiebhaber
Galosche, die Überschuh aus Gummi (wurde bei Regen über Strassenschuhe gezogen)
GamascheKleidungsstück, was zum Schutz über den Schuh gezogen wird
Garnisona) Standort, an dem Militär untergebracht ist
b) Bezeichnung für den Militärverband selbst
b) es waren auch ganz honnette Leute unter ihnen, und schließlich brachte die Garnison immerhin Geld unter die Bürgschaft.
Gehstock, der
Gemach, das kleines Zimmer
Gepäckscheinbekam man früher, wenn man sein Gepäck am Bahnhof aufgab"Darf ich um den Gepäckschein bitten?"
Gosseschmutzige Strasse (heißt eigentlich Abwasserrinne)
Gote, der oder die (Plural -en)älterer Ausdruck für Pate oder Patin
Greis/ Greisin(sehr) alter Mensch...eine wahrhaft...schöne Greisin...
Groschenanderer Ausdruck für 10 Pfennig"Ich hab noch sechs gute Groschen".
Grosa) 12 Dutzend (144)
b), das: Hauptmasse
b) das Gros der Armee
Gutdünken, das nach Belieben, nach eigenem Ermessen
Verbengenierensich schämen
Adjektive
gemachoder auch gemächlich
langsam; mit der Ruhe
"Gemach, gemach..."
gnädiggnädige...frühere höfliche Anrede, auch "wohlgesonnen"
H
SubstantiveHabseligkeit(en), die meist im Plural verwendet, armseliger oder letzter Besitz (z.B. nach Naturkatastrophe)
Haderlump, derliederlicher Mensch, abgerissen aussehend, charakterlos, Taugenichts
Hagestolz, der kauziger, (auch eingefleischter) Junggeselle
Hahnreigehörnter Ehemann
HainLichtung
HalunkeBetrüger
HumbugUnsinn, Quatsch
HausmädchenHaushaltshilfeSie strich und belegte feine Brötchen...und wies die saubere Lina, das Hausmädchen an, diese zierlichen Portionen in verschiedene Zimmer zu bringen.
Verbenhausenfrüher Synomym für wohnen, heute eher abfällig für "unordentlich oder verwahrlost wohnen")Ja, ich dachte es mir sogar sehr schön, mit der kleinen Schwester..., zusammen zu hausen...
Adjektive
holda) anmutig, lieblich
b) etwas (Sache/Person) gewogen sein
a) die holde Maid
b) Das Glück ist mir hold
honettrechtschaffend, anständig (eher offizieller Natur)Es waren auch ganz honette Leute unter den Offizieren.
I
Adjektiveindigniertempört, entrüstet sein
J
SubstantiveJungfer"alte" ältere unverheiratete Frau oder auch Anrede
Jünglingmehr oder weniger junger Mann (Teenager), unverheiratet
AdjektivejähplötzlichGanz jäh verstummte sie.
K
SubstantiveKandelavermehrarmiger Kerzenhalter
KavalierMann mit guten Manieren
Kegel, deruneheliches Kind"Mit Kind und Kegel" wurde früher in diesem Zusammenhang verwendet
Kindsmagd, dieKindermädchen
KnabeJungeAls Knabe hatte Karl selbst in das Kloster eintreten wollen.
Knirpskleiner Junge
Kohlenmannbrachte die Kohlen zum Heizen
Kolonialwaren(-laden)exotische Waren aus den damaligen Kolonien;
Läden führten sie neben Waren des täglichen Bedarfs
Kolter, der oder dieDecke, Pflugteil
KommodeMöbelstück mit Fächern
KontorArbeitszimmer (Duden 13: besonders der Kaufleute), auch Geschäft, Niederlassung
Kopfputz, derHut, Kopfschmuck
Korinthenkacker, der kleinlicher, pedantischer Mensch
KorridorFlur...und Anneliese sah sich auf einem großen, mit rotem Läufer belegten Korridor, auf den zahllose weißlackierte Türen mündeten.
Kostgänger, der Untermieter, der verköstigt wird (bei Pensionen)
jmd., der auf Kosten anderer lebt
KraftdroschkeAutotaxi (gegenüber Droschke - Kutsche als Taxi)
KrisisKrisedaß das Reich in dieser Zeit eine schwere Krisis durchzumachen hatte
Verbenkonjizierenvermuten
Adjektivkommodbequem, angenehm
klammnoch leicht feucht (Kleidung) oder kalt und schwer beweglich (klamme Finger), wenig haben (klamm bei Kasse sein).Ihre Jacke war klamm.
LLabsal (evtl.)Wohltat, etwas, was gut tut
Ladenschwengel, derjunger Verkäufer im weiteren Sinne oder Helfer im Laden
Latrine, die(lat). altes Wort für Toilette, Vorgänger der T. (oft auch für mehrere Personen)
Leibesübungensportliche Übungen
Lenz, der Frühling
Liebhaberei früherer Sinn: Hobby...nur ihren kleinen mädchenhaften Liebhabereien galt ihr ganzes Interesse."
Adjektiveliebreichnett,Einer so liebreichen wie charaktervollen Frau...
M
Substantive
MaidMädchen
Malefiz, dasVerbrechen, Delikt
Mamsell, dieHausgehilfin, auch Angestellte in Lokal (Kaltmamsell)
Maulaffe(Maulaffen feilhalten) dumm herumstehen und glotzen; gaffen
MuckefuckMalzkaffee
Mummenschanz, derFastnachtstreiben, Verkleidung, ursprüngl. Glücksspiel der Vermummten
Müßiggangfaul sein, alle viere gerade sein lassen
Michaeliskirchlicher Feiertag am 29. Sept.
MumpitzUnsinn, Blödsinn (Duden 1913: Berliner Börsenausdruck)
Adjektivemaladekrank, unpässlich
müßigüberflüssig, unnütz
N
SubstantiveNadelgeldGeld, was die Hausfrau für ihren persönlichen Bedarf bekam
Nebenbuhler, derRivale, Konkurrent (um die Gunst einer Frau)
Neurasthenie, dieNervenschwäche (damalige Modekrankheit)
Nichtsnutzerklärt sich selbst, aber heute wenig gebräuchlich"Ich bin eben ein rechter Nichtsnutz..."
Notdurft(verrichten) Toilettengang
Adjektivenobelvornehm, edel, freigiebig. Seine Spende war eine noble Geste.
O
SubstantiveOberKellner
Offerte, dieAngebot
OffizinApotheke In der Mitte der Offizin stand ein Tisch...
OheimOnkel
VerbenondulierenHaare mit Lockenstab eindrehen
P
SubstantivePappenstielkein...sein; etwas ist nicht einfach zu bewerkstelligen
ParapluieRegenschirm
Pedell, derAngestellter öffentlicher Behörden, Schuldiener
Pinkelfeiner, jmd. Der sich für etwas Besseres hält
Plafond, der Decke eines Raumes (aus dem Franz.)
Plumeau, dasFederdeckbett
PotzblitzAusruf - sinngemäß "Na sowas!"
Pensionprivate Beherbung von Dauer- oder Ferienmietern mit Bewirtung (Frühstück etc.)
PensionatInternat "In dieses Pensionat, zu dieser vielgeliebten Tante Renate möchte ich Dich auf ein Jahr hingeben".
Perron, derBahnsteig
Potschamberl Nachttopf (Verballhornung des franz. Worts)
PrimanerGymnasiast, Schüler der Oberstufe
Pläsier, dasVergnügen
Putz, der Kleidung (durch die man vornehmer wirkt)
Verben
parlierenplaudern, Konversation treiben
plaudernKonversation treiben, miteinander über leichte Themen redenDie alten Damen schienen auch alle schon fertig mit ihrem Morgengetränk und nur noch zum Plaudern zusammen zu sitzen...
Q
SubstantiveQuacksalberungelernter Arzt
R
SubstantiveRabaukeungezogener Junge
Rapport, derBericht (erstatten), Meldung machen"Zum Rapport!"
ReklameWerbung
RollschuheRoller-Blades
Adjektivereuevollvoller Reue..."Und ich will versuchen, mich auf Tante Renate zu freuen" sagte Anneliese leise und etwas reuevoll.
reizvollvoller Reiz, auch verführerisch"Es war höchst reizvoll..."
S
Substantive
Schelm, schelmischgutmütig: Spitzbube, jemand, der nette Streiche spielt
Schindluder treiben - jmd. Über's Ohr hauen
Schock5 Dutzend - 1 Schock (60)
SchürzenjägerCasanova, jmd., der hinter den Frauen her ist
SchütteBehälter zum Schütten, z.B. für Kohle oder auch Stroh (Duden 1913)
SchutzmannPolizist
Siechenhaus, dasKrankenhaus, Hospiz für arme Menschen
Sperenzien, auch SperenzchenÄrger oder Scherereien, machen"Mach keine Sperenzchen!" (auch scherzhaft)
SteckenpferdHobby
Stift, derLehrling
Verbenscheltenschimpfen; gescholten werden, geschimpft werdenAber hat mein Bruder gescholten?
schnabulierengenußvoll verzehren
(nach) sinnennachdenkenFrau von Fleury lehnte sich zurück und sann bewegt über das Gelesene nach
Adjektivesaumselignachlässig, schusselig, langsam (z.B. sein oder arbeiten)
seligverstorbene...Als der selige Herr mich ins Haus nahm, damit ich die arme liebe Frau Professor pflege und für die Kleine aufpasse, da war ich noch in den besten Jahren."
stattlichpositiv für groß (Gebäude und Menschen), auch stark (kann auch nettes Synonym für korpulent sein)"Der Diener zeigte auf ein hübsches stattliches Gebäude..." "Hier wurde sie von einer stattlichen Dame begrüßt..."
schalkhaftmit Witz in den AugenDie hübsche junge Frau, der Gladys eben schalkhaft zugenickt hatte...
schwatzhaftsehr gesprächig sein (ohne grosse Inhalte)Die schwatzhafte alte Dame ließ sich schwer unterbrechen.
seelenfrohinnerlich froh
T
SubstantiveTalerehemalige Münzeinheit
Tand, der billiger, eigentlich wertloser Gegenstand, der aber hübsch aussehen kann...
Tändelei, dieFlirt, Spielerei
Techtelmechtel, das Liebschaft, früher auch geheimes Einverständnis
Tischgesellschafterklärt sich von selbst, Personen die zusammen am Tisch sitzen, z.B. eingeladen sind, oder im Hotel an der "table d'hote" sitzen
Toiletteim älteren Sinne: Kleidung; T. machen - sich herrichten (Frauen), zurechtmachen
TrockenwohnerErstbewohner von Neubauten, bei denen die Wände noch nicht ganz "trocken" waren
TrottoirBürgersteig
Trumm, dasgroßes, schweres Ding, Brocken; Plural Trümmer hat das nicht mehr verwendete Trumm als Ursprung
Tumultant, auch Tumultuant, der (Pl: Tumult(u)anten)Ruhestörer, Aufrührer
Tuskulumeine Art Vorgarten
AdjektivetraulichvertrautMan merkte auch nichts von dem traulichen Geräusch des Familienlebens...
teurespezielle Anredeform, halb förmlich"Ich kann Dir nicht sagen, teure Tante," so las sie...
tadelnswertheute ungebräuchlich, kritikwürdig"Ohne besonderes Tadelnswertes zu tun, lebt sie in ganz naivem Egoismus in den Tag hinein".
tunlichangebracht, auch Steigerung im Sinne von "in jedem Fall"Wir bitten Sie, dies oder das tunlichst zu unterlassen.
U
Substantive
ÜberzieherHerrenmantel
Ungemaches droht...; Unheil, Ärger
UnterpfandPfand für Gläubiger als Bürgschaft für sein Forderung; sicheres Zeichen
V
SubstantiveVatermörderStehkragen von Herrenhemden (richtig, sehr eng)
Vettel, dieabwertend für: alte, ungepflegte Frau mit verdorbenem Charakter
Verlaub"mit Verlaub" - Entschuldigung"Mit Verlaub, Frau Rektor" hatte Christine da stolz geantwortet, "so alt bin ich noch nicht".
Vestibül, dasVorhof, Vorhalle
Vertiko, das Möbelstück, hat unten meist zwei Türen und oben einen Aufsatz mit Regal (für Nippes)
Vetter, derCousin
Verbenverballhornenabsichtlich etwas entstellen oder verdrehen (um es ins Lächerliche zu ziehen)
W
SubstantiveWamsWeste
WirtshausLokal
Wonne, die Glückseligkeit, grosser Genuss
Verbenweiden, sichsich an etwas Schönem erfreuen (besonders Anblick)
Adjektivewunderlichkomisch (aber harmlos), im Zusammenhang mit Aussehen und VerhaltenHier wurde sie von einer stattlichen Dame begrüßt, die mit ihrer wunderlichen Puffenfrisur über einem feinen alten Gesicht aussah wie ein Ahnenbild."
Z
SubstantiveZaungastunwillkommener Besuch, Beobachter
ZecheRechnung im Wirtshaus
Zofe, dieBedienung, meist von adeliger Dame
Zubergroßer Bottich bzw. Wanne für die Wäsche oder zum Baden
Redewendungen
"Seine Nase in etwas stecken"sich in etwas einmischen...die von Zeit zu Zeit kam und "ihre Nase in alles steckte"
"in den besten Jahren sein"früher: im heiratsfährigem Alter sein, bei Männern: mittelaltAls der selige Herr mich ins Haus nahm,..., da war ich noch in den besten Jahren. Da hätte ich noch heiraten können.
"ganz Auge und Ohr sein"aufmerksam beobachten"Anneliese war ganz Auge und Ohr und hatte in ihrem Vergnügen nicht bemerkt, dass der Platz zu Linken auch besetzt war..."
"verflucht und zugenäht"etwa wie "verflixt noch mal..."
oder heute noch "verflixt und zugenäht..."
"Umgang nehmen"von etwas Abstand nehmen, etwas vermeiden
"Das wird wohl schwer halten"Das wird schwierig, wird kaum klappen…
Tochter, höhereTochter aus gutem (bürgerlichen oder adeligen) Hause
"Fräulein vom Amt"Telefonistin
gemach, gemachlangsam, immer mit der Ruhe...
Ich zähle 33 LenzeIch bin 33 Jahre alt
"Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen!" Nicht in die Enge treiben (oder verunsichern) lassen...
Einen Fuchs fangenjmd. zur Mitgliedschaft in einer Burschenschaft überreden
Auf "Schusters Rappen" unterwegs seinzu Fuß laufen
"Guter Hoffnung" seinschwanger sein
"Das steht (ihm/ihr) zu Gesichte..."steht einer Person oder Sache gut/passt gut (oder auch nicht in der Negativform)
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Zeige 78 Kommentare
  • Theo
    Antworten

    fixieren – etwas feststellen/festmachen

    Beispiel: Hannibals Übergang über die Alpen genau zu fixieren, wird wohl kaum jemals gelingen.

    • Theobald Fuchs
      Antworten

      iwo – Verneinung

      elefantös – großartig (inden 20er Jahren

      Mumpitz – Unsinn

      Beletage – Hauptwohnung/Herrschaftswohnung in einem mehrstöckigen Haus

      Blaustrumpf – eine selbstbestimmte Frau

      Banause – ein ungehobelter Mann

      Wert auf Etikette leggen – sich anständig benehmen

  • Theo
    Antworten

    Krisis – Kriese
    Beispiel: ;daß das Reich in dieser Zeit eine schwere Krisis durchzumachen hatte, […]

    • Theo
      Antworten

      *Krise

      • Max
        Antworten

        „Tropfage“ anstatt Regenrinne. (Tropfasch ausgesprochen) Eine Großtante von Freunden von mir sagte dies immer.

    • Grete Otto
      Antworten

      Vielen Dank für Deine Vorschläge!

    • Michael Klaws
      Antworten

      Herzensdank-großer Dank. Seelenfroh-innerlich froh tunlich-angebracht,ratsam

      • Jutta Tolle
        Antworten

        Bei Buchstabe C fiel mir ein…
        Chapeau Claque = klappbaren Zylinder.

  • Clara1987
    Antworten

    Ich hätte noch den Ausdruck „Base“. Die Bedeutung hinter dem Wort ist Cousine. Man sagte früher zum Beispiel: „… und war dann mit Frida bei der Base in Ulm gewesen.“

    • Grete Otto
      Antworten

      Ja, habe ich auch öfters in alten Erzählungen gefunden 🙂

  • Gustav.Kandersteg123
    Antworten

    Ein weitverbreitetes Wort für Junge war damals Knabe: „Als Knabe hatte Karl selbst in das Kloster eintreten wollen.“

    • Grete Otto
      Antworten

      Sah ein Knab ein Röslein stehen…fällt mir da spontan ein 😉

    • Susann Heinze-Wallmeyer
      Antworten

      Deut… Der ist keinen Deut besser. Deut ist eine alte niederländische Münze.

    • Ines Ostwald
      Antworten

      Jungfer, Galoschen, Leibchen, Fisematenten, Amme.. Ich hoffe da sind Worte bei die noch fehlen in der Sammlung

  • FelixmitHelix
    Antworten

    Kontor ist meines Wissens der alte Begriff für Büro oder auch Niederlassung. 😉
    Lustige Idee mit den alten Worten. Interessant, dass einige im heutigen Sprachgebrauch gar nicht mehr vorhanden sind, während andere noch einigermaßen gängig sind:)

    • Grete Otto
      Antworten

      Das stimmt – jede Zeit hat ihre speziellen Wörter, aber manche überdauern…

  • Bernd Ellerbrock
    Antworten

    „Umgang nehmen“: etwas vermeiden, von etwas Abstand nehmen

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr interessant, den Ausdruck kannte ich noch nicht – vielen Dank!

  • Thorsten Kellner
    Antworten

    Knirps für einen kleinen Jungen

    • Grete Otto
      Antworten

      Stimmt -schönes Wort, heute eher für den kleinen Regenschirm in Gebrauch 😊

  • Susanne Kondratzki-M.
    Antworten

    Oheim stand früher für Onkel (Bruder der Mutter)

    • Grete Otto
      Antworten

      Danke für den Beitrag!

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Wie wäre es mit „Behuf“? Zu diesem Zweck würde sich das Wort doch eignen?

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr schön!

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Zu meinem Vergnügen fällt mir noch das Pläsier ein, als ich in meinem Boudoir saß.

    • Grete Otto
      Antworten

      👏🏻 😊

    • Susi Landgraf
      Antworten

      düpieren

      1.täuschen, überlisten
      „der angebliche Vertreter hat mehrere Geschäftsleute düpiert“
      2.
      jemanden vor den Kopf stoßen, brüskieren

      Hab ich gestern zu meiner Katze gesagt, als sie zu mir gerannt kam und als ich knuddeln wollte, eiskalt die Richtung gewechselt hat.
      „Da hast du mich jetzt aber düpiert.“

      Ich fand, dieses Wort ist es wert, erhalten zu werden.
      Und übrigens, hab dann meine Katze später doch wieder intensiv knuddeln dürfen.

  • Antje
    Antworten

    Die Begriffe „Aufwartung“ oder „den Hof machen“ sind leider schon vor den Tinderzeiten verschwunden…

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr treffend formuliert 🙃

  • Annette Evans
    Antworten

    Zu Base passt dann auch Vetter (also Cousin)
    vielleicht auch Kaffee oder Teekränzchen ??

  • Heike Schleicher
    Antworten

    Kohlenmann oder Kohlenmänner gibt es und hört man nicht mehr. Als ich klein war haben diese Männer immer die Kohlen gebracht. Haben die Jutesäcke, gefüllt mit Kohlen, vom Pritschenwagen geholt und auf dem Rücken in den Keller transportiert. Viele dieser Männer waren zwar klein aber dafür stark und ich erinnerem mich noch an die großen schwarzen Hände. Die (Eier)-kohlenschütte gibt es und hört man irgendwie auch nicht mehr. Das war ein hoher Blechbehälter mit Henkel, vorne abgerundet, damit man den Inhalt, meistens Eierkohlen, gleich in den Ofen schütten konnte. Kohlenbriketts habe ich auch ewig nicht mehr gesehen oder das Wort gehört. Da fällt mir noch der Feuerhaken ein. Den hat meine Mutter immer in der Küche gebraucht. Um im großen alten, weißen Küchenherd,der natürlich mit Holz befeuert wurde, die Feuerringe oben auf dem Herd zu bewegen bzw. den Herd oben zu öffnen. Irgendwie scheine ich es mit Feuer, Herd und Kohlen zu haben. 🙂

    • Grete Otto
      Antworten

      Danke für Deinen Beitrag – ja die Kohlenfeuerung ist Zeitgeschichte!

    • Nieves
      Antworten

      Das Techtelmechtel für eine heimliche Liebschaft

  • Yannick
    Antworten

    Apruçu = Geistreicher Kommentar eise Dritten in einer Konversation… Der Apruçu war der Sinnfrei mein Herr

  • Michaela
    Antworten

    Nadelgeld. Das Haushaltsgeld ist für den Haushalt gedacht, das Nadelgeld bekam die Hausfrau vom Ehemann für ihren persönlichen Gebrauch.

    Backfisch – Jugendliche

    allenthalben – überall, immer

  • Susanne Kugelmeier
    Antworten

    „Famos“ für toll, super… 😉 „Das wird wohl schwer halten“ für: Das wird schwierig, wird kaum klappen… „Höhere Töchter“ = Töchter aus „gutem Hause“… „Fräulein vom Amt“ oder „Klingelfee“ = Telefonistin

  • Natalie
    Antworten

    Vestibül – ein tolles altes Wort, wie ich finde.😊

  • Heike Schleicher
    Antworten

    Ich hätte zwei Worte für C. Einmal Chaiselongue oder nur Chaise und Chapeau Claque. Also ein anderes Wort für Sofa, jedenfalls sagt mein Stiefvater schon immer Chaise dazu und ein auklappbarer Zylinder.

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Wie wäre es denn mit der Chose – die Sache oder Angelegenheit, der Contenance – Haltung oder Fassung bewahren und der Chaiselounge als Tagesbett, das einem kurzen Mittagsschlafe dient?

  • Kalwellene
    Antworten

    Noch eine weitere Erklärung zu dem Wort Krise, Kriesis: Höhepunkt einer Krankheit z.B hohes Fieber, der Zeitpunkt an dem das Fieber seine höchste Gradzahl erreicht hat, und dann auf den normalen Wert abfällt.

  • Dörte Zoeger
    Antworten

    Fulminant, das bedeutet sowas wie heute geil oder cool. Ich weiß aber nicht ob es alt genug ist

  • Kalwellene
    Antworten

    Aus der Familienforschung bring ich folgendes mit:

    Bastart ( d )ist ein uneheliches Kind, früher aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten,

    Eidam ist der Schwiegersohn

    Godi ist die Patentante

    Muhme ist die Tante Oheim der Onkel ( wobei bei den Ahnen nochmals unterschieden wird ob es die Schwester/ der Bruder von Vater oder Mutter ist 🙂

    Schwippschwager nannte man bei einer Frau den Schwager des eigenen Ehemanns
    Schwippschwägerin ist dementsprechend die Ehefrau des Bruder des eigenen Mannes

    Wirth ist ein anderes Wort für die Berufsbezeichnung Bauer -> Landwirt
    ich habe zu Anfang immer gedacht, warum Wirth? Da hatte doch niemand eine Kneipe, das waren doch alles Bauern. Bis ich dann die Erklärung auf einem Genealogentreffen bekam,da war es echt von Vorteil, daß ich über mich selber lachen konnte.

    Wehenmutter ist die Hebamme

  • Elke
    Antworten

    Vertiko = ein bestimmter Möbeltyp

  • Ines Ha.
    Antworten

    Eidam so wurde der Schwiegersohn bezeichnet
    Söhnerin war der Begriff für Schwiegertochter

  • Daniel Altendorf
    Antworten

    Mein altes Wort für die Ostereiersuche ist:

    „Rapport“ – aus dem militärgebrauch, für „Bericht“. Rapport erstatten bedeutet dann Meldung machen.

  • Philipp Hanenbegr
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    dispensieren = (vorübergehend) freistellen, entbinden

    klamm = leicht feucht (Die Wäsche ist noch klamm) , steif vor Kälte (die Finger sind klamm) , kein oder wenig (Kommst du mit in die Kneipe? Nein ich bin heute klamm bei Kasse)

    • Grete Otto
      Antworten

      Vielen Dank für diese Beiträge! Werden beim nächsten Update berücksichtigt 🙂

  • Harriet Schenk
    Antworten

    Mummenschanz- Maskenball 🎭

  • Cornelia Seckel
    Antworten

    Honett – rechtschaffend, ehrlicv

  • Ela Engerl
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    Ich biete drei Wörter. Einhimmeln (sterben bei Kindern verwendet), Steg-Reif (früher der Steigbügel, deshalb bedeutet aus dem Stegreif ürsprünglich ohne vom Pferd zu steigen) und schenierlich, das alte Wort für peinlich.

  • Susanne
    Antworten

    Mein altes Wort ist „anfechten“, z.B. „Wenn ich das verliere, würde mich das nicht anfechten.“

  • Mario Kammers
    Antworten

    „Siechtum“ wird heute nicht mehr verwendet.

  • Regina M.
    Antworten

    Eine Redewendung zur Teilnahme: „Etwas steht nicht zu Gesichte“

  • Thorben Strass
    Antworten

    Trumm bedeutet soviel wie „großes Stück“ und ist im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr zu finden.

  • Tim H.
    Antworten

    Das Wort „müßig“ ist zwar noch bekannt nichtsdestotrotz veraltet und kaum noch zu hören.

  • Annette Hauser
    Antworten

    Mein Wort ist erwehren. Beispiel: „ Er kann sich des Zweifels nicht erwehren“.

  • Benni
    Antworten

    Jemandem „ergeben“ sein. Mein Wort für das Gewinnspiel 🙂

  • Armin Lauser
    Antworten

    Wer kennt noch das Wort „schwatzhaften“? Ich glaube was es bedeutet ist Selbsterklärend und veraltet ist es sowieso.

  • Natascha B.
    Antworten

    Mein Wort für das Gewinnspiel wäre „holdes“. Kennt man höchstens noch aus „holde Maid“😃

  • Sarah
    Antworten

    Um ehrlich zu sein bin ich mir net sicher wie alt das Wort ist aber „Ausbund“ wird definitiv nicht mehr benutzt.

  • Ela Engler
    Antworten

    Tumultanten für Aufrührer, Aufwiegler.

  • Liv
    Antworten

    Billett, heißt heute Ticket. Außer in der Schweiz. Da heißt es immer noch Billett.

    Eierpflanze für Aubergine. Das hab ich mal in einem alten Wörterbuch gelesen.

  • Carmen
    Antworten

    Erdapfel,Nudel -sagen ältere Menschen zu Kartoffeln.

  • Anka
    Antworten

    Hagestolz – hag war früher die Bezeichnung für ein Gut; stalt für besitzend. Heute wird sicherlich ein eingefleischter Single so genannt, wenn überhaupt.

  • Markus L.
    Antworten

    „Sich weiden“ ist ein alter Begriff, den meisten wahrscheinlich noch in Zusammenhang mit dem Wortspiel „Augenweide“ bekannt.

  • Jochen
    Antworten

    „Grabuge“ wurde früher verwendet, ist aber ein französisches Wort und bedeutet Chaos

  • Anka
    Antworten

    Latrine – Vorgänger der Toilette und Gedicht von Günter Eich

  • Marion Regenauer
    Antworten

    „Dirne war allgemein die Bezeichnung für ein junges, unverheiratetes Mädchen. Leider wandelte sich die Bedeutung mit der Zeit zu „käuflich Mädchen“ oder Prostituierte. Daher wurde z.B. eine Strophe des Volksiedes „Bunt sind schon die Wälder“ nicht mehr gesungen. Darin heißt es:
    Sieh! Wie hier die Dirne
    Emsig Pflaum‘ und Birne
    In ihr Körbchen legt;
    Dort, mit leichten Schritten,
    Jene goldne Quitten
    In den Landhof trägt!

  • Sabine
    Antworten

    Sind ja schon einige alte Wörter gefunden… mir fällt da ganz spontan
    *Godi* oder *Gote* ein, das war früher das Wort (bei uns in Hessen) für Patentante.
    Liebe Grüße und weiterhin viel, viel Erfolg!

  • Rita
    Antworten

    ich gehe zum Babutz —- sagte mein Opa früher, wenn er zum Friseur musste

  • Karola Dahl
    Antworten

    Eidam – Schwiegersohn
    Buttervogel – gemeint ist der Schmetterling
    Galanterie – Höflichkeit
    großjährig – Erwachsen
    Kurzweil – Zeitvertreib
    Maid – Mädchen, junge Frau
    Oheim – Onkel
    Niederkunft – Entbindung
    Trottoir – Gehsteig, Bürgersteig
    vermaledeit (das Gegenteil von gebenedeit) – verwünscht

  • Walburga Kliem
    Antworten

    „Barras“ – Auf dieses Wort bin ich in alten Feldpostbriefen aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Der Absender schrieb: „Ich bin nun mal beim Barras und muss auch bleiben bis der Krieg zu Ende ist.“
    Es bezeichnete seit dem 19. Jh. in der Soldatensprache den Militärdienst oder die Armee.

  • Walburga Kliem
    Antworten

    Zu „Gote“ noch ein Hinweis: Auch verbreitet ist „Gotel“. Rapunzel nennt in dem Grimm-Märchen die Zauberin „Frau Gotel“ und auch in der Disney-Verfilmung „Neu verföhnt“ heißt diese Figur „Mother Gothel“.
    Die männliche Form des Paten wird hier bei uns im Taunus „Petter“ genannt.

  • Marion Riwan
    Antworten

    Mittagsbrot = Belegtes Brot, das man als (zweites) Frühstück, oder Mittagessen zur Arbeit, zur Schule mitnimmt.

  • Sarah Haas
    Antworten

    Ruhmredig ist ein Wort aus dieser Zeit und heißt soviel wie ruhmvoll.

  • Stefani
    Antworten

    Mähhappl: Bedeutung Schaf

  • Mark
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    Wenn jemand Lärm machte sagte man früher Rumor dazu

  • Hans
    Antworten

    »scharwenzeln« sagte meine Großmutter für „spazieren gehen“, aber auch für „[als Person] (zB in der Küche) im Weg stehen“, im letzteren Sinne dann auch substantivisch »Scharwenzel«

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