Alte Wörter – von A wie Aussteuer bis Z wie Zuber

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hasenborte1

Alte Wörter

Dies ist eine Sammlung von alten Wörtern, die in der Kaiserzeit (etwas erweitert bis in die 20er Jahre) gebräuchlich waren und es heute nicht mehr so sind. Gesammelt werden alle Wörter, die zwar (vielleicht oder teilweise) noch gekannt werden, aber die selten oder nicht mehr verwendet werden.
Das ist natürlich subjektiv und deshalb ist die Auswahl etwas weiter gefasst.

In den Kommentaren können neue Wörter mit Erklärungen (und idealerweise Beispielsatz, aber das muss nicht sein) gerne ergänzt werden! Mit der Suche könnt Ihr überprüfen, ob Euer Wortvorschlag schon in der Aufstellung enthalten ist.

Nicht gefragt sind an dieser Stelle jüngere alte Wörter (wie z.B. Bandsalat oder Stereokassette) oder auch DDR-Wortschatz (wie z.B. Subotnik, Broiler) – sorry, das passt nicht zur Zeit der Seite, dafür gibt es sicher genügend andere Foren.

Trotz allem: Keiner wird für vorgeschlagene Wörter gemaßregelt!

Ich verlasse mich auf Euer Sprachgefühl und freue mich auf Eure Vorschläge! Allerdings behalte ich mir vor, sie dann nach eigenem Ermessen entsprechend aufzunehmen – werde Euch aber im Kommentar ggf. sagen, warum nicht…

In jedem Fall steht der Spaß am Sammeln im Vordergrund!

BuchstabeWortBedeutungBeispielsatz
A
SubstantiveABC-SchützenSchulanfänger
AbortKlosett, Klo
AbtrittKlosett, Klo
Amtsschimmelpedantische Bürokratie
AussteuerMitgift der Braut (von den Eltern finanzierte Beigaben in materieller oder finanziellen Form für die Hochzeit
Altchennett gemeinter Ausdruck für alte Frau(Als Antwort an die Köchin, ihr den Kaffee ans Bett zu bringen:) "Das ist auch besser, Altchen!"
AntlitzGesicht Sie schlug den Schleier zurück und nun sah Anneliese endlich das Antlitz, nach dem sie sich in der letzten Viertelstunde so unausprechlich gesehnt hatte".
Aufwartung...machen, im Sinne von besuchen, vorbeischauen
Adjektiveandächtigkonzentriert...er fand auch die alte Christine in andächtiger Bewunderung dabei...
allenthalbenimmer, überall
Verbenablegenim Sinne von Hut der Mütze abnehmen, Mantel ausziehenAber lege erst ab und setz Dich gemütlich her
B
SubstantiveBackfischweiblicher Teenager"Bleibt Ihr jungen Backfische immer nur unter Euch"
BackpfeifeOhrfeige
Barbier, der Herrenfriseur
BaseCousine„… und war dann mit Frida bei der Base in Ulm gewesen.“
Bedürfnisanstaltöffentliche Toilette
Behuf, der Zweck (zu welchem)
BeletageHauptgeschoß, erster Stock (meist Herrschaftswohnung)
Blaustrumpfselbstbestimmte Frau (Duden 1913: gelehrtes Frauenzimmer)
Boudoir, daseigentlich Schmollwinkel; kleines trauliches Damenzimmer (Duden 1913)
Adjektiveblümerantflau, übel, Mir wird ganz blümerant!
C
D
SubstantiveDampfrossDampflok
Deut, derkleine (niederländische) Münze, gar nichtsDer ist keinen Deut besser.
DiwanSofa
Dutzend12 Stück
Drücker(Tür-)drücker, (Tür-)klinkeÖffnete man diese mit dem blitzblanken Messingdrücker
DroschkePferdekutsche - frühere Taxen"Und wünscht Fräulein eine Droschke?"
Adjektivedrolliglustig, oft im komischen Sinneeine wahrhaft...schöne Greisin mit unendlich vielen drolligen Eigentümlichkeiten...
E
SubstantiveEifermit..., Elan, motiviert etwas tun...wandte sie sich an die alte Dame und sprach mit höflichem Eifer von Schränken, Kommoden und Stühlen, die sie angesehen hatte.
ErbsenzählerGeizhals
Elektrische, dieStraßenbahn
ErquickungErfrischung, etwas Schönes genießen (sich an etwas "erquicken")Auch wer nicht aus dem Theater, aber von der Reise kommt, bedarf einer kleinen (Extra)erquickung."
Adjektiveeinfältigdumm, nicht sehr klugVor denen läufst Du einfach weg, wie es ein junges Mädchen von mehr als sechzehn Jahren, das keineswegs einfältig ist, nicht mehr tun sollte.
emsigfleißig (und schnell)
ehrenwertachtbar, ehrbarein gewiß sehr ehrenwerter Herr...
Verbenergießenüberfluten, heute selten gebrauchtEin ansehnlicher Menschenstrom ergoß sich in die große Halle
F
SubstantiveFersengeldFersengeld geben, sich schnell davonmachen
FisimatentenUnfug (im Sinne von Ermahnung)
Flegeljahreso etwas ähnliches wie Pubertät männlicher Teenager
Frauenzimmerumgangssprachlich für Frau
Fräuleinunverheiratete Frau
FiliusSohn auf lateinisch, umgangsprachliche Verwendung"Mein Filius" sagte er dabei, "bedenke..."
Verbenfrohlockensich freuen"Ach, und ich hab es gar nicht eilig" frohlockte das Mädchen
fixierenfeststellen, festmachenHannibals Übergang über die Alpen genau zu fixieren, wird wohl kaum jemals gelingen.
Adjektivefamostoll, fabelhaftEin famoser Tag!
Adverbfreilichjedoch, allerdingsEs stimmte freilich nicht ganz, aber es stimmte doch ein wenig.
G
Substantive
GalanLiebhaber
GamascheKleidungsstück, was zum Schutz über den Schuh gezogen wird
Garnisona) Standort, an dem Militär untergebracht ist
b) Bezeichnung für den Militärverband selbst
b) es waren auch ganz honnette Leute unter ihnen, und schließlich brachte die Garnison immerhin Geld unter die Bürgschaft.
Gemach, das kleines Zimmer
Gepäckscheinbekam man früher, wenn man sein Gepäck am Bahnhof aufgab"Darf ich um den Gepäckschein bitten?"
Gosseschmutzige Strasse (heißt eigentlich Abwasserrinne)
Greis/ Greisin(sehr) alter Mensch...eine wahrhaft...schöne Greisin...
Groschenanderer Ausdruck für 10 Pfennig"Ich hab noch sechs gute Groschen".
Grosa) 12 Dutzend (144)
b), das: Hauptmasse
b) das Gros der Armee
Verben
Adjektive
gemachoder auch gemächlich
langsam; mit der Ruhe
gnädiggnädige...frühere höfliche Anrede, auch "wohlgesonnen"
H
SubstantiveHahnreigehörnter Ehemann
HainLichtung
HalunkeBetrüger
HumbugUnsinn, Quatsch
HausmädchenHaushaltshilfeSie strich und belegte feine Brötchen...und wies die saubere Lina, das Hausmädchen an, diese zierlichen Portionen in verschiedene Zimmer zu bringen.
Verbenhausenfrüher Synomym für wohnen, heute eher abfällig für "unordentlich oder verwahrlost wohnen")Ja, ich dachte es mir sogar sehr schön, mit der kleinen Schwester..., zusammen zu hausen...
Adjektive
holda) anmutig, lieblich
b) etwas (Sache/Person) gewogen sein
a) die holde Maid
b) Das Glück ist mir hold
honettrechtschaffend, anständig (eher offizieller Natur)Es waren auch ganz honette Leute unter den Offizieren.
I
Adjektiveindigniertempört, entrüstet sein
J
SubstantiveJungfer"alte" ältere unverheiratete Frau oder auch Anrede
Jünglingmehr oder weniger junger Mann (Teenager), unverheiratet
AdjektivejähplötzlichGanz jäh verstummte sie.
K
SubstantiveKandelavermehrarmiger Kerzenhalter
KavalierMann mit guten Manieren
KnabeJungeAls Knabe hatte Karl selbst in das Kloster eintreten wollen.
Knirpskleiner Junge
Kohlenmannbrachte die Kohlen zum Heizen
KommodeMöbelstück mit Fächern
KontorArbeitszimmer (Duden 13: besonders der Kaufleute), auch Geschäft, Niederlassung
KorridorFlur...und Anneliese sah sich auf einem großen, mit rotem Läufer belegten Korridor, auf den zahllose weißlackierte Türen mündeten.
KrisisKrisedaß das Reich in dieser Zeit eine schwere Krisis durchzumachen hatte
Adjektivkommodbequem, angenehm
LLabsal (evtl.)Wohltat, etwas, was gut tut
Leibesübungensportliche Übungen
Lenz, der Frühling
Liebhaberei früherer Sinn: Hobby...nur ihren kleinen mädchenhaften Liebhabereien galt ihr ganzes Interesse."
Adjektiveliebreichnett,Einer so liebreichen wie charaktervollen Frau...
M
Substantive
MaidMädchen
Maulaffe(Maulaffen feilhalten) dumm herumstehen und glotzen; gaffen
MuckefuckMalzkaffee
Müßiggangfaul sein, alle viere gerade sein lassen
Michaeliskirchlicher Feiertag am 29. Sept.
MumpitzUnsinn, Blödsinn (Duden 1913: Berliner Börsenausdruck)
Adjektivemaladekrank, unpässlich
N
SubstantiveNadelgeldGeld, was die Hausfrau für ihren persönlichen Bedarf bekam
Nebenbuhler, derRivale, Konkurrent (um die Gunst einer Frau)
Nichtsnutzerklärt sich selbst, aber heute wenig gebräuchlich"Ich bin eben ein rechter Nichtsnutz..."
Notdurft(verrichten) Toilettengang
O
SubstantiveOberKellner
OffizinApotheke In der Mitte der Offizin stand ein Tisch...
OheimOnkel
VerbenondulierenHaare mit Lockenstab eindrehen
P
SubstantivePappenstielkein...sein; etwas ist nicht einfach zu bewerkstelligen
ParapluieRegenschirm
Pinkelfeiner, jmd. Der sich für etwas Besseres hält
PotzblitzAusruf - sinngemäß "Na sowas!"
Pensionprivate Beherbung von Dauer- oder Ferienmietern mit Bewirtung (Frühstück etc.)
PensionatInternat "In dieses Pensionat, zu dieser vielgeliebten Tante Renate möchte ich Dich auf ein Jahr hingeben".
PrimanerGymnasiast, Schüler der Oberstufe
Pläsier, dasVergnügen
Verben
parlierenplaudern, Konversation treiben
plaudernKonversation treiben, miteinander über leichte Themen redenDie alten Damen schienen auch alle schon fertig mit ihrem Morgengetränk und nur noch zum Plaudern zusammen zu sitzen...
Q
SubstantiveQuacksalberungelernter Arzt
R
SubstantiveRabaukeungezogener Junge
ReklameWerbung
RollschuheRoller-Blades
Adjektivereuevollvoller Reue..."Und ich will versuchen, mich auf Tante Renate zu freuen" sagte Anneliese leise und etwas reuevoll.
reizvollvoller Reiz, auch verführerisch"Es war höchst reizvoll..."
S
Substantive
Schindluder treiben - jmd. Über's Ohr hauen
Schock5 Dutzend - 1 Schock (60)
SchürzenjägerCasanova, jmd., der hinter den Frauen her ist
SchutzmannPolizist
SteckenpferdHobby
Schelm, schelmischgutmütig: Spitzbube, jemand, der nette Streiche spielt
SchütteBehälter zum Schütten, z.B. für Kohle oder auch Stroh (Duden 1913)
Verbenscheltenschimpfen; gescholten werden, geschimpft werdenAber hat mein Bruder gescholten?
(nach) sinnennachdenkenFrau von Fleury lehnte sich zurück und sann bewegt über das Gelesene nach
Adjektiveseligverstorbene...Als der selige Herr mich ins Haus nahm, damit ich die arme liebe Frau Professor pflege und für die Kleine aufpasse, da war ich noch in den besten Jahren."
stattlichpositiv für groß (Gebäude und Menschen), auch stark (kann auch nettes Synonym für korpulent sein)"Der Diener zeigte auf ein hübsches stattliches Gebäude..." "Hier wurde sie von einer stattlichen Dame begrüßt..."
schalkhaftmit Witz in den AugenDie hübsche junge Frau, der Gladys eben schalkhaft zugenickt hatte...
seelenfrohinnerlich froh
T
SubstantiveTalerehemalige Münzeinheit
TrockenwohnerErstbewohner von Neubauten, bei denen die Wände noch nicht ganz "trocken" waren
Toiletteim älteren Sinne: Kleidung; T. machen - sich herrichten (Frauen), zurechtmachen
TrottoirBürgersteig
Tuskulumeine Art Vorgarten
Tischgesellschafterklärt sich von selbst, Personen die zusammen am Tisch sitzen, z.B. eingeladen sind, oder im Hotel an der "table d'hote" sitzen
AdjektivetraulichvertrautMan merkte auch nichts von dem traulichen Geräusch des Familienlebens...
teurespezielle Anredeform, halb förmlich"Ich kann Dir nicht sagen, teure Tante," so las sie...
tadelnswertheute ungebräuchlich, kritikwürdig"Ohne besonderes Tadelnswertes zu tun, lebt sie in ganz naivem Egoismus in den Tag hinein".
tunlichangebracht, auch Steigerung im Sinne von "in jedem Fall"Wir bitten Sie, dies oder das tunlichst zu unterlassen.
U
SubstantiveUngemaches droht...; Unheil, Ärger
ÜberzieherHerrenmantel
V
SubstantiveVatermörderStehkragen von Herrenhemden (richtig, sehr eng)
Verlaub"mit Verlaub" - Entschuldigung"Mit Verlaub, Frau Rektor" hatte Christine da stolz geantwortet, "so alt bin ich noch nicht".
Vestibül, dasVorhof, Vorhalle
Vetter, derCousin
W
SubstantiveWamsWeste
WirtshausLokal
Adjektivewunderlichkomisch (aber harmlos), im Zusammenhang mit Aussehen und VerhaltenHier wurde sie von einer stattlichen Dame begrüßt, die mit ihrer wunderlichen Puffenfrisur über einem feinen alten Gesicht aussah wie ein Ahnenbild."
Z
SubstantiveZaungastunwillkommener Besuch, Beobachter
ZecheRechnung im Wirtshaus
Zubergroßer Bottich bzw. Wanne für die Wäsche oder zum Baden
Redewendungen
"Seine Nase in etwas stecken"sich in etwas einmischen...die von Zeit zu Zeit kam und "ihre Nase in alles steckte"
"in den besten Jahren sein"früher: im heiratsfährigem Alter sein, bei Männern: mittelaltAls der selige Herr mich ins Haus nahm,..., da war ich noch in den besten Jahren. Da hätte ich noch heiraten können.
"ganz Auge und Ohr sein"aufmerksam beobachten"Anneliese war ganz Auge und Ohr und hatte in ihrem Vergnügen nicht bemerkt, dass der Platz zu Linken auch besetzt war..."
"verflucht und zugenäht"etwa wie "verflixt noch mal..."
oder heute noch "verflixt und zugenäht..."
"Umgang nehmen"von etwas Abstand nehmen, etwas vermeiden
"Das wird wohl schwer halten"Das wird schwierig, wird kaum klappen…
Tochter, höhereTochter aus gutem (bürgerlichen oder adeligen) Hause
"Fräulein vom Amt"Telefonistin
gemach, gemachlangsam, immer mit der Ruhe...
Ich zähle 33 LenzeIch bin 33 Jahre alt
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Zeige 44 Kommentare
  • Theo
    Antworten

    fixieren – etwas feststellen/festmachen

    Beispiel: Hannibals Übergang über die Alpen genau zu fixieren, wird wohl kaum jemals gelingen.

    • Theobald Fuchs
      Antworten

      iwo – Verneinung

      elefantös – großartig (inden 20er Jahren

      Mumpitz – Unsinn

      Beletage – Hauptwohnung/Herrschaftswohnung in einem mehrstöckigen Haus

      Blaustrumpf – eine selbstbestimmte Frau

      Banause – ein ungehobelter Mann

      Wert auf Etikette leggen – sich anständig benehmen

  • Theo
    Antworten

    Krisis – Kriese
    Beispiel: ;daß das Reich in dieser Zeit eine schwere Krisis durchzumachen hatte, […]

    • Theo
      Antworten

      *Krise

      • Max
        Antworten

        „Tropfage“ anstatt Regenrinne. (Tropfasch ausgesprochen) Eine Großtante von Freunden von mir sagte dies immer.

    • Grete Otto
      Antworten

      Vielen Dank für Deine Vorschläge!

    • Michael Klaws
      Antworten

      Herzensdank-großer Dank. Seelenfroh-innerlich froh tunlich-angebracht,ratsam

      • Jutta Tolle
        Antworten

        Bei Buchstabe C fiel mir ein…
        Chapeau Claque = klappbaren Zylinder.

  • Clara1987
    Antworten

    Ich hätte noch den Ausdruck „Base“. Die Bedeutung hinter dem Wort ist Cousine. Man sagte früher zum Beispiel: „… und war dann mit Frida bei der Base in Ulm gewesen.“

    • Grete Otto
      Antworten

      Ja, habe ich auch öfters in alten Erzählungen gefunden 🙂

  • Gustav.Kandersteg123
    Antworten

    Ein weitverbreitetes Wort für Junge war damals Knabe: „Als Knabe hatte Karl selbst in das Kloster eintreten wollen.“

    • Grete Otto
      Antworten

      Sah ein Knab ein Röslein stehen…fällt mir da spontan ein 😉

    • Susann Heinze-Wallmeyer
      Antworten

      Deut… Der ist keinen Deut besser. Deut ist eine alte niederländische Münze.

    • Ines Ostwald
      Antworten

      Jungfer, Galoschen, Leibchen, Fisematenten, Amme.. Ich hoffe da sind Worte bei die noch fehlen in der Sammlung

  • FelixmitHelix
    Antworten

    Kontor ist meines Wissens der alte Begriff für Büro oder auch Niederlassung. 😉
    Lustige Idee mit den alten Worten. Interessant, dass einige im heutigen Sprachgebrauch gar nicht mehr vorhanden sind, während andere noch einigermaßen gängig sind:)

    • Grete Otto
      Antworten

      Das stimmt – jede Zeit hat ihre speziellen Wörter, aber manche überdauern…

  • Bernd Ellerbrock
    Antworten

    „Umgang nehmen“: etwas vermeiden, von etwas Abstand nehmen

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr interessant, den Ausdruck kannte ich noch nicht – vielen Dank!

  • Thorsten Kellner
    Antworten

    Knirps für einen kleinen Jungen

    • Grete Otto
      Antworten

      Stimmt -schönes Wort, heute eher für den kleinen Regenschirm in Gebrauch 😊

  • Susanne Kondratzki-M.
    Antworten

    Oheim stand früher für Onkel (Bruder der Mutter)

    • Grete Otto
      Antworten

      Danke für den Beitrag!

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Wie wäre es mit „Behuf“? Zu diesem Zweck würde sich das Wort doch eignen?

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr schön!

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Zu meinem Vergnügen fällt mir noch das Pläsier ein, als ich in meinem Boudoir saß.

    • Grete Otto
      Antworten

      👏🏻 😊

    • Susi Landgraf
      Antworten

      düpieren

      1.täuschen, überlisten
      „der angebliche Vertreter hat mehrere Geschäftsleute düpiert“
      2.
      jemanden vor den Kopf stoßen, brüskieren

      Hab ich gestern zu meiner Katze gesagt, als sie zu mir gerannt kam und als ich knuddeln wollte, eiskalt die Richtung gewechselt hat.
      „Da hast du mich jetzt aber düpiert.“

      Ich fand, dieses Wort ist es wert, erhalten zu werden.
      Und übrigens, hab dann meine Katze später doch wieder intensiv knuddeln dürfen.

  • Antje
    Antworten

    Die Begriffe „Aufwartung“ oder „den Hof machen“ sind leider schon vor den Tinderzeiten verschwunden…

    • Grete Otto
      Antworten

      Sehr treffend formuliert 🙃

  • Annette Evans
    Antworten

    Zu Base passt dann auch Vetter (also Cousin)
    vielleicht auch Kaffee oder Teekränzchen ??

  • Heike Schleicher
    Antworten

    Kohlenmann oder Kohlenmänner gibt es und hört man nicht mehr. Als ich klein war haben diese Männer immer die Kohlen gebracht. Haben die Jutesäcke, gefüllt mit Kohlen, vom Pritschenwagen geholt und auf dem Rücken in den Keller transportiert. Viele dieser Männer waren zwar klein aber dafür stark und ich erinnerem mich noch an die großen schwarzen Hände. Die (Eier)-kohlenschütte gibt es und hört man irgendwie auch nicht mehr. Das war ein hoher Blechbehälter mit Henkel, vorne abgerundet, damit man den Inhalt, meistens Eierkohlen, gleich in den Ofen schütten konnte. Kohlenbriketts habe ich auch ewig nicht mehr gesehen oder das Wort gehört. Da fällt mir noch der Feuerhaken ein. Den hat meine Mutter immer in der Küche gebraucht. Um im großen alten, weißen Küchenherd,der natürlich mit Holz befeuert wurde, die Feuerringe oben auf dem Herd zu bewegen bzw. den Herd oben zu öffnen. Irgendwie scheine ich es mit Feuer, Herd und Kohlen zu haben. 🙂

    • Grete Otto
      Antworten

      Danke für Deinen Beitrag – ja die Kohlenfeuerung ist Zeitgeschichte!

  • Yannick
    Antworten

    Apruçu = Geistreicher Kommentar eise Dritten in einer Konversation… Der Apruçu war der Sinnfrei mein Herr

  • Michaela
    Antworten

    Nadelgeld. Das Haushaltsgeld ist für den Haushalt gedacht, das Nadelgeld bekam die Hausfrau vom Ehemann für ihren persönlichen Gebrauch.

    Backfisch – Jugendliche

    allenthalben – überall, immer

  • Susanne Kugelmeier
    Antworten

    „Famos“ für toll, super… 😉 „Das wird wohl schwer halten“ für: Das wird schwierig, wird kaum klappen… „Höhere Töchter“ = Töchter aus „gutem Hause“… „Fräulein vom Amt“ oder „Klingelfee“ = Telefonistin

  • Natalie
    Antworten

    Vestibül – ein tolles altes Wort, wie ich finde.😊

  • Heike Schleicher
    Antworten

    Ich hätte zwei Worte für C. Einmal Chaiselongue oder nur Chaise und Chapeau Claque. Also ein anderes Wort für Sofa, jedenfalls sagt mein Stiefvater schon immer Chaise dazu und ein auklappbarer Zylinder.

  • Carola Seiferth-Bender
    Antworten

    Wie wäre es denn mit der Chose – die Sache oder Angelegenheit, der Contenance – Haltung oder Fassung bewahren und der Chaiselounge als Tagesbett, das einem kurzen Mittagsschlafe dient?

  • Kalwellene
    Antworten

    Noch eine weitere Erklärung zu dem Wort Krise, Kriesis: Höhepunkt einer Krankheit z.B hohes Fieber, der Zeitpunkt an dem das Fieber seine höchste Gradzahl erreicht hat, und dann auf den normalen Wert abfällt.

  • Dörte Zoeger
    Antworten

    Fulminant, das bedeutet sowas wie heute geil oder cool. Ich weiß aber nicht ob es alt genug ist

  • Kalwellene
    Antworten

    Aus der Familienforschung bring ich folgendes mit:

    Bastart ( d )ist ein uneheliches Kind, früher aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten,

    Eidam ist der Schwiegersohn

    Godi ist die Patentante

    Muhme ist die Tante Oheim der Onkel ( wobei bei den Ahnen nochmals unterschieden wird ob es die Schwester/ der Bruder von Vater oder Mutter ist 🙂

    Schwippschwager nannte man bei einer Frau den Schwager des eigenen Ehemanns
    Schwippschwägerin ist dementsprechend die Ehefrau des Bruder des eigenen Mannes

    Wirth ist ein anderes Wort für die Berufsbezeichnung Bauer -> Landwirt
    ich habe zu Anfang immer gedacht, warum Wirth? Da hatte doch niemand eine Kneipe, das waren doch alles Bauern. Bis ich dann die Erklärung auf einem Genealogentreffen bekam,da war es echt von Vorteil, daß ich über mich selber lachen konnte.

    Wehenmutter ist die Hebamme

  • Elke
    Antworten

    Vertiko = ein bestimmter Möbeltyp

  • Ines Ha.
    Antworten

    Eidam so wurde der Schwiegersohn bezeichnet
    Söhnerin war der Begriff für Schwiegertochter

  • Daniel Altendorf
    Antworten

    Mein altes Wort für die Ostereiersuche ist:

    „Rapport“ – aus dem militärgebrauch, für „Bericht“. Rapport erstatten bedeutet dann Meldung machen.

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