Was geschah vor 110 Jahren im Februar?

 In Alltagsleben, Aus dem Frauenleben, Frauenberufe, Unkategorisiert, Was geschah vor 110 Jahren, Winter, Zeitgeschehen

Für alle Neulinge, welche die Rubrik noch nicht kennen, gibt es hier eine Einführung dazu.

Ein Verwandtschaftsbesuch: Der englische König besucht den deutschen Kaiser

Die Begrüßung

In der Reichshauptstadt flatterten am 9. Februar Fahnen und künstliche Blumengebinde in der frischen Winterluft, die historische alte „via triumphalis“, die Straße Unter den Linden, trug ihr fröhliches Festgewand, und eine nach Tausenden zählende Menge drängte sich schon in früher Morgenstunde auf den Bürgersteigen, um das englische Königspaar einziehen zu sehen. Pünktlich um 11 Uhr lief der Hofzug mit den Majestäten in die mächtige schön geschmückte Halle des Lehrter Bahnhofes ein, und das englische Königspaar wurde vom Kaiser und der Kaiserin, dem Kronprinzenpaar und den übrigen Prinzen und Prinzessinnen des Kaiserhauses auf das herzlichste begrüßt.

So erzählt die Gartenlaube vom Besuch des englischen Königs. Man könnte denken – ein Routinebesuch unter gekrönten Häuptern – die auch noch verwandt waren:

Die Verwandtschaftsverhältnisse:

König Eduard VII. besuchte seinen Neffen Kaiser Wilhelm II. Die Mutter von Eduard, der diesen Namen erst bei der Thronbesteigung annahm und vorher „Bertie“ genannt wurde, war Königin Victoria. Bertie war ihr ältester Sohn – ihre älteste Tochter Victoria, wurde später deutsche Kaiserin (auch „Kaiserin Friedrich“ genannt) und war die Mutter des deutschen Kaisers.

Bertie, äh Eduard VII. wurde auch als „Onkel Europas“ bezeichnet, da er nicht nur der Onkel des deutschen Kaisers, sondern auch engere verwandtschaftliche Beziehungen zu weiteren europäischen Adelshäusern hatte, z.B. zum russischen Zaren und der norwegischen und dänischen Königsfamilie.

Übrigens gibt es bei Eduard (so nennen wir ihn ab jetzt respektvoll) Parallelen zur heutigen Verhältnissen im englischen Königshaus. Wie die heutige englische Königin Elisabeth war auch seine Mutter sehr lange an der Macht – Königin Victoria hatte Großbritannien mehr als 60 Jahre regiert und starb 1901.

Eduard galt -wie heute Prinz Charles- als ewiger Thronfolger. Jedoch wurde er nach dem Tod von Victoria 1902 tatsächlich zum englischen König gekrönt – wenn auch, interessantes Detail, mit Verschiebung! Er sollte im Juni gekrönt werden, da er aber zwei Tage vorher eine Blinddarmentzündung bekam, mußte die Krönung verschoben werden – im August war es dann soweit.

Mit seiner Frau, Alexandra von Dänemark, war er seit 1863 verheiratet – seine Mutter, Königin Victoria hatte die Ehe aus taktischen Gründen arrangiert – er selbst dachte als designierter Thronfolger nämlich nicht ans Heiraten, hatte aber zahlreiche Geliebte und Mätressen – übrigens auch nach seiner Hochzeit.

Alexandra verlebte als Tochter des späteren Königs von Dänemark Christian IX. und seiner Frau Louise von Hessen-Kassel eine glückliche Kindheit, wenn auch in bewußt bescheidenen Verhältnissen. Obwohl die Ehe mit Eduard arrangiert war, galt sie als recht glücklich, was wohl auch an Alexandras Toleranz gegenüber Eduards Affären lag. Beim Volk war sie aufgrund ihres karikativen Engagements beliebt – und aufgrund ihrer Schönheit und ihres Stils eine Mode-Ikone, heute würde man „It girl“ sagen.

Die Beiden hatten sechs Kinder, von denen zwei früh starben, darunter auch der älteste Sohn Albert. So wurde der zweitälteste Sohn George Thronfolger – er wurde 1910 nach dem Tod von Eduard zum König gekrönt.

Programm und Absichten – Business as usual?

Aber zurück zum Besuch im Februar 1908, der übrigens ein Gegenbesuch vom englischen Königspaar war. Das Kaiserpaar war schon im Herbst 1907 in London zu Besuch gewesen. Zum Programm heißt es in der Gartenlaube:

Und am Abend flammte in elektrischem Licht, in Gas- und Kerzenglanz und bunten elektrischen Flammen die Illumination Unter den Linden auf, zwischen deren lodernden Feuerzeichen sich unabsehbar, Schritt für Schritt, in geduldigem zähen Vorwärtsschreiten der dunkle Menschenstrom bewegte. Drei Tage sind für den Besuch des englischen Königspaares in der deutschen Reichshauptstadt vorgesehen, ein reiches Festprogramm erfüllt diese Tage mit Prunk und Glanz…

Eine Routinevisite mit dem üblichen Programm also? Nein. Denn das Verhältnis der beiden Länder war problematisch. England hatte in Frankreich und Russland neue Verbündete, war die Kolonialmacht Nr. 1 in der Welt (und wollte das auch bleiben) und besaß die größte Flotte. Deutschland allerdings rüstete seine Flotte gleichfalls auf – ein Lieblingsprojekt des Kaisers. Und es wollte so auch ein Stück vom Kolonial-Kuchen abhaben, mit dem man seine wirtschaftliche Macht und Reichweite vergrößern konnte. Denn für die hungrige schnell wachsende Industrie galt es, mehr Ressourcen zu finden.

Dazu hatte es im Herbst 1908 (wir berichteten in dieser Ausgabe der Rubrik) einen Eklat gegeben durch ein fiktives Interview des Kaisers, in der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ veröffentlicht. Nicht nur in Deutschland hatten die Äußerungen des Kaisers für Empörung und Missfallen gesorgt.

Der Besuch des englischen Königspaares sollte zu einer Wiederannährung beider Länder führen und so heißt es in der Gartenlaube auch weiter:

…aber ein anderes ist es, das ihnen (diesen Tagen) Bedeutung und Wert verleiht: die begründete Hoffnung, dass in diesen Tagen engen Beisammenseins eine Aussprache zwischen den beiden verwandten Herrschern und ihren verantwortlichen Ministern stattfinden wird, die segensreich einwirkt auf das Verhältnis der beiden stammverwandten Völker…

In die gleiche Richtung geht auch ein Artikel der Sonntagszeitung mit der Überschrift „Die deutsch-englische Annährung, eine Sicherung des Weltfriedens.“

In diesem Artikel wird Eduard als „politischer Wettermacher Europas“ bezeichnet. Auch hier ist der Tenor der Wunsch nach einer Annäherung beider Länder, nicht zuletzt „weil beide Staaten gemeinsame wirtschaftliche Interessen haben“. Abschließend heißt es im Artikel:

Die deutsche Nation wünscht die Freundschaft mit England, und die deutsche Diplomatie wird sich den Wünschen und Interessen des Volkes anpassen, um begangene Fehler wieder auzugleichen.

 In den Artikeln zum Besuch spürt man zum einen die Angst Deutschlands vor politischer Isolation und auch vor einem Weltkrieg. Trotz der Verbündeten Englands, Frankreich und Russland, die Deutschland nicht „grün“ waren, insbesondere der damalige „Erzfeind“ Frankreich, wurde eine Annäherung beider wirtschaftlich und militärisch starken Mächte gewünscht. Und zwar in der Hoffnung, diese Bündnisse zu schwächen und zu einem eigenen Bündnis mit England zu kommen.

Wie wir wissen, kam es einige Jahre später anders. König Eduard, der im Gegensatz zu Kaiser Wilhelm II. in der Außenpolitik ein geschickter Diplomat war, starb schon ein Jahr später. Zwischen den Cousins Thronfolger George V. und Wilhelm II. herrschte neben der Rivalität beider Länder als Wirtschafts- und Militärmächte auch eine persönliche Rivalität. Wobei George vor dem 1. Weltkrieg noch zwischen dem Zaren Nikolas II. und dem deutschen Kaiser zu vermitteln versuchte. Der Krieg konnte damit leider nicht verhindert werden.

Und was „die deutsche Diplomatie“ angeht: damals wie heute passt(e) sie sich nicht immer den Wünschen und Interessen des Volkes an, nur mit dem Unterschied, dass sie in der heutigen Zeit demokratisch gewählt wird. Und das gilt aktuell für die britische Diplomatie und Politiker-Gilde, die mit ihrer Brexit-Politik ein Beispiel für verantwortungsloses Handeln zum Nachteil ihres Landes sind.

Hochwasser-Alarm in Deutschland

Oft denkt man Wetterkatastrophen, dieser Tage gerne mit dem Attribut „Jahrhundert“ versehen, sind ein neueres Phänomen. Es ist fast beruhigend, dass dem nicht so ist. Schon immer gab es Naturkatastrophen – wir berichteten im Januar über das schwere Erdbeben (bei dem das Attribut „Jahrhundert“ übrigens wirklich zutraf) in Messina. In Deutschland gab es Anfang Februar schwere Überschwemmungen, die Sonntagszeitung berichtet mit diesem Bild und folgendem Text:

Mit verherrender Kraft ist über Deutschland eine Hochwasserkatastrophe hereingebrochen, die zahlreiche Menschenleben vernichtet und große wirtschaftliche Werte zerstört hat. Besonders schwer heimgesucht wurden Sachsen, Bayern und das Rheingebiet.

Wie es zum Hochwasser kam und welche Flüsse und Gebiete betroffen waren, darüber berichtet die Gartenlaube:

Aus den Überschwemmungsgebieten. Wenn die Schneeschmelze so plötzlich eintritt wie heuer, daß die Wasser nicht allmählich in den Erdboden einsinken können, sondern in tausend hurtigen Rinnsalen den Bächen und Flüssen zufließen, wird oft der harmloseste Bach zum tobenden Unband, und die Ströme fluten über ihre natürlichen Grenzen hinaus, Land und Städte verherrend. Tagelang kamen die Hiobspsten der Hochwasserkatastrophen von allen Seiten hergeflogen, und mit atemloser Angst ward von der bedrohten Bevölkerung das Steigen der Flüsse und Nebenflüsse beobachtet. Der Eisenbahnverkehr war an vielen Orten ganz unterbrochen oder mußte über große Umwege geleitet werden, viele Brücken hat die Flut fortgerissen, wie die mächtige Interimsbrücke in Dresden; und leider waren auch viele Menschenleben zu beklagen – ihre Zahl betrug allein für Harz, Thüringen und Eichsfeld 21. Oder und Elbe stiegen gewaltig, bei der Weser wurde erneutes Hochwasser befürchtet, nachdem die schon langsam gefallen war, die sonst so ruhige Fulda hatte bis zur hannoverschen Grenze hin das ganze Tal in einen See verwandelt – was seit 20 Jahren nicht geschehen ist. Wie das Wasser die Städtebilder veränderte, und welche Gefahren es für die umspülten Mauern und Fundamente brachte, lassen unsere Aufnahmen deutlich erkennen.

Wie ausgestorben liegt der Marktplatz in Nürnberg da, alle Tore und Türen sind fest geschlossen, aber das Wasser dringt durch Ritzen und Spalten dennoch in die Häuser und füllt die Keller. Auch das Wuppertal ist mit rauschender Flut gefüllt, der Eschbach sogar, das harmlose Wasser, gebärdet sich dämonisch und wild, in Burg an der Wupper könnte man mit Kähnen durch die Hauptstraße fahren.

Bildrechte alle obigen Bilder: Fotosammlung Winfried Rohrbeck/ Herborn

Die Bilder zeigen das Ausmaß des Hochwassers, bei den obigen Bildern aus einer Fotosammlung vom Ort Herborn.
Aus heutiger Sicht waren damals viele Flüsse und entsprechende Orte betroffen. Was für uns heute komisch anmutet – vielerorts wurden Ansichtskarten mit Hochwassermotiven herausgegeben. Vielleicht kauften es die Leute, um der Verwandtschaft so mitzuteilen, dass sie vom Hochwasser betroffen waren, vielleicht kauften sie es auch zur Erinnerung für sich selbst, denn nicht jeder hatte einen Fotoapparat und selbst wenn, war das Fotografieren aufwändig (und man war vielleicht als Betroffener nicht unbedingt in der Stimmung…).

Die Gartenlaube schreibt abschließend im Artikel:

Für den Unbeteiligten sehen sich solche Bilder recht „interessant“ oder gar heiter an; wer aber bedenkt, wie viel Volkswohlstand, wie viel Arbeit die tückischen Wasser vernichten, wer von der Angst der Umzingelten liest, die die gurrende Flut bedrängt, der kann den tiefen Ernst dieses Unglücks ermessen.

Und in der Tat verloren sicher etliche Menschen durch dieses Hochwasser ihre Existenzgrundlage – insbesondere kleine Landwirte wurden getroffen, denn die Flut hatte die Wintersaat vernichtet. Von staatlichen Unterstützungen und Hilfen habe ich nichts in den Zeitschriften gelesen, aber es wurde zu Spenden für die Betroffenen aufgerufen – an den Bund der Landwirte und durch den vaterländischen Frauenverein („Gaben nimmt der Schatzmeister Bankier von Krause in Berlin SW, Leipzigerstr. 45 entgegen.“)

 

Gibt es nun heute öfter Hochwasserkatastrophen als zu früheren Zeiten?

Wenn man die Hochwasser-Meldungen mit entsprechendem Medienhype der letzten Jahre liest, könnte man das meinen. Allerdings gab es auch schon früher in manch aufeinanderfolgenden Jahren mehr Hochwasser als in anderen, z.B. in Würzburg: Die Stadt hatte, grob zusammengefasst, jedes Jahrhundert einmal Hochwasser bis ins 19. Jahrhundert: In diesem 2x (1845 und 1882) und dann folgten „Hochwässer“ 1909, 1920 (Differenz 11 Jahre), 1970 (Differenz 50 Jahre), 2003 (Differenz 33 Jahre) und 2011 (Differenz 8 Jahre). Die Zukunft wird hier zeigen, ob sich die Abstände tatsächlich weiter verringern, oder es doch eher normal auftretende Wetterphänomene waren.

Sicherlich wird es immer Wetterkonstellationen, so wie die hier beschriebene, geben, die zu Hochwasser führen. In manchen Orten halfen getroffene Schutzmaßnahmen, die Folgen von Hochwasser zu mindern. So wurde z.B. in Nürnberg nach dem 2. Weltkrieg das Flussbett der Pegnitz erweitert und die starren Wehre durch bewegliche ersetzt. Außerdem wurde in den 50er Jahren an einer besonders engen Stelle parallel zur Pegnitz ein Hochwasserstollen angelegt. Das Hochwasser 1909 war bis dato das letzte in Nürnberg. Einen vollkommenen Schutz kann es –einfach naturgegeben- vor solchen Katastrophen aber wohl nicht geben.

Am Sonntag will mein Liebster mit mir segeln gehen – mit Schlittschuhen!

Manchmal kommt es einem so vor, als ob immer neue Sportarten erfunden werden. Dafür verschwinden aber auch andere oder vorsichtiger ausgedrückt, sind nicht mehr so präsent. Oder kennt jemand noch aktive Schlittschuhsegler? Ich kannte keine, habe aber zum Schlittschuhsegeln (dort „Eissegeln“ genannt) dieses Youtube-Video gefunden:

Also in Schweden gibt es sie noch! In dem Video ist auch ein kurzes Stück eines alten Films mit Schlittschuhseglern zu sehen, laut Sprecherin kam die Sportart „für die junge Männer und Frauen der Oberschicht in den Städten“ ab 1870 in Mode. In der Bildunterschrift zum obigen Foto heißt es:

Eine Wettfahrt des Ersten Berliner Schlittschuhsegelervereins auf dem Müggelsee in Berlin.

Sieger wurde Aalrep, der die 25 Kilometer lange Strecke in 36 Minuten 15 Sekunden zurücklegte. Zweiter wurde Hasselkus mit 38 Minuten 6 Sekunden.

Mit Schlittschuhen und Segeln läßt sich also eine recht hohe Geschwindigkeit erreichen! Auch wenn die Vorstellung mit Schlittschuhen über das Eis zu segeln attraktiv klingt – ein Massensport wird es wohl nicht mehr werden. Dazu sind die Seen, zumindest in unseren Gefilden heutzutage einfach zu selten zugefroren. Aber Achtung! Denn wie die Sprecherin des Youtube-Beitrags am Ende so schön feststellt:

„Ein Breitensport ist das Eissegeln nie geworden, aber die, die es einmal angefangen haben, läßt es nicht mehr los!“

Aus dem Frauenleben:

Damenlaufen bei den deutschen Skimeisterschaften in Braunlage

Wir bleiben noch etwas beim Wintersport: Zu der Zeit nicht ganz selbstverständlich: es gab immerhin auch ein „Damenlaufen“ bei den jährlichen Skimeisterschaften, wie in der Sonntagszeitung berichtet wird. Was mich beim Anblick des Bildes bewegt – hatten die Damen Hosen oder Röcke an? Es waren Röcke, wenn auch skilauftechnisch günstig geschnittene. Es gab zwar schon weite Pumphosen für sportelnde Frauen (z.B. für Bergsteigen und Radfahren), aber Ski gefahren wurde noch im Rock.

Der Skisport war zu dieser Zeit noch eine recht elitäre Sportart. Immerhin gab es seit 1900 deutsche Skimeisterschaften – auch Ausländer konnten übrigens teilnehmen: So wurde 1909 in der nordischen Kombination der Männer ein Schwede Zweiter. Die Erstplatzierten des Damenrennens wurden leider nicht genannt…

Der erste weibliche Gefängnisinspektor

kam aus England. Ja, damals wurde die weibliche Form noch ungern verwendet. Wir würden heute natürlich sagen: Gefängnisinspektorin. Immerhin wurde sie in der Sonntagszeitung im Februar 1909 mit obigem Bild und folgenden Worten vorgestellt

Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Milde und Herzensgüte einer Frau, ihr trostreicher, aufrichtender Zuspruch und ihre teilnehmende Fürsorge gerade auf weibliche Sträflinge von bestem Einfluß sein muß, hat die englische Regierung eine Frau, Mrs. Doktor Mary Gordon, mit dem Amte eines weiblichen Inspektors betraut. Sie hat sämtliche Frauengefängnisse Englands zu inspizieren.

Mrs. Mary Gordon schaut wirklich gütig auf dem Foto und es klingt, als hätte sie eine Menge zu tun mit der Inspektion ALLER Frauengefängnisse. Wieviele es derzeit in England waren? Das konnte ich leider nicht herausfinden, aber dafür, wieviele es heute gibt: Ich habe 13 gezählt – öfters sind auch „young offenders“ (Jugendstraftäter) zusammen mit den Frauen untergebracht. Ich weiß nicht warum, aber bei dieser Zahl fällt mir spontan die Rubrik „Unnützes Wissen“ des Blogs „ZeitundGeister“ ein, hier der Link dahin.

Ein berühmtes Frauengefängnis, damals das größte Europas, war das Holloway-Gefängnis, in dem auch die Sufragetten (wir berichteten schon mehrfach) gefangen gehalten wurden und welches Mary Gordon auf ihren Touren sicherlich inspizierte. Es ist seit 2016 geschlossen –wer es sich anschauen möchte und auch ein paar seiner berühmten Insassinnen und ihre Stories, schaut hier  vorbei.

Noch was „für’s Herz“ zum Schluss: Das neueste Atelierfoto von Kronprinzessin Cecilie mit ihren niedlichen Sprösslingen. Das Kronprinzenpaar hatte damals so in etwa den heutigen Stellenwert des britischen Thronfolgerpaars (II), William und Kate. Jedes neue Familienfoto wurde gerne veröffentlicht in den entsprechenden Gazetten – in diesem Fall war es „Daheim“.

Ich wünsche Euch noch schöne Wintertage – ohne Wetterkapriolen natürlich! Genießt den Schnee (wo welcher ist), geht zum Ski- oder Schlittenfahren oder –wenn ein gefrorener See in der Nähe ist: Probiert mal Schlittschuhsegeln – das youtube-Video anschauen, wie es funktioniert und wenn kein Segel vorhanden ist, einfach einen großen Drachen vom Herbst nehmen. Vielleicht wird es so ja doch noch zur neuen Trendsportart! Ich freue mich auf Eure Youtube-Videos davon (zwinker).

Herzlichst

Eure Grete

PS: Und vergesst nicht, nächsten Monat wieder vorbeizuschauen!

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