Was geschah vor 110 Jahren im Oktober?

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Doppelfest im Kaiserhaus: Eine Hochzeit und ein runder Geburtstag

Manchmal macht es Sinn, mit einem Fest gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Anscheinend auch bei Kaisers… Und so legte man die Hochzeit des vierten Kaisersohnes, Prinz August Wilhelm mit Prinzessin Alexandra Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (puh, ein Name lang wie eine Zeile!) auf den 22. Oktober, welcher gleichzeitig der 50. Geburtstag seiner Mutter, Kaiserin Auguste Viktoria, war.

Die Brautleute hatten einiges gemeinsam – beide waren zum Zeitpunkt der Hochzeit 21 Jahre alt, beide hatten weitere fünf Geschwister, und sie waren verwandt – Vetter und Kusine ersten Grades (die Mütter waren Schwestern). Das wurde damals wohl noch nicht so streng gehandhabt, insbesondere in Adelskreisen wurde öfter innerhalb der Verwandtschaft geheiratet.

Der Bericht aus der Wochenzeitschrift „Daheim“ zum Doppel-Event lautet:

„Hochzeit im Kaiserhaus – das bedeutet für das deutsche Vaterland einen Tag hoher Freude, innigen Dankes, treuer Wünsche. Diesmal war es der vierte Sohn, Prinz August Wilhelm, dem von dem Schloß Bellevue aus unter dem Jubel der Bevölkerung, dem Klang der Glocken und dem Donnern der Geschütze seine anmutige Braut, die Prinzessin Alexandra Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg auf der blumengeschmückten, wimpelbeflatterten Feststraße in das Schloß im Lustgarten zugeführt wurde. Der Hochzeitstag erhielt noch eine größere Bedeutung durch den Umstand, daß er zugleich der fünfzigste Geburtstag der Kaiserin war. Er ist scheinbar wohl in der größeren Feier untergegangen. Das Volk hat aber doch in Treue der hohen Frau gedacht, die als Vorbild echter Weiblichkeit, ihre Stellung und ihren Einfluß dazu benutzt hat, Notstände, wo immer sie sich zeigten, zu lindern und wie die Landgräfin Elisabeth herniedergestiegen ist zu denen, die der helfenden Barmherzigkeit bedürftig waren…“

Im Artikel ist der Geburtstag der Kaiserin sicher nicht untergegangen, drei Viertel davon erzählen von ihr und ihren Wohltaten. Wobei der Vergleich mit der heiligen Elisabeth (von Thüringen) wohl etwas weit hergeholt ist. Nach weiteren Lobpreisungen der Kaiserin endet er entsprechend mit: „Gott segne, schütze und erhalte unsere Kaiserin!“

Sicherlich muss man bedenken, dass „Daheim“ eine (evangelisch) christlich geprägte Zeitschrift war und so das Engagement der Kaiserin im christlichen Bereich besonders lobenswert fand. Sie weihte während ihrer Amtszeit tatsächlich viele Kirchen ein – aber auch andere Institutionen, wir erinnern uns an die Johanna-Just-Schule aus der Mai-Ausgabe. Ein gewisses soziales Engagement, insbesondere auch für die Bildung der Frauen, ist ihr also nicht abzusprechen.

Und wie ging es mit dem Brautpaar weiter? Lebten sie glücklich zusammen bis an ihr Lebensende? Nein. Die Ehe war wohl arrangiert vom kaiserlichen Hof, aber zunächst recht glücklich. Das kreative und musische Paar lebte in der im Park Sanssouci gelegenen Villa Liegnitz. Das Haus entwickelte sich zu einem Treffpunkt von Künstlern und Gelehrten. 1912 wurde der einzige Sohn, Alexander Ferdinand von Preußen, geboren.

Allerdings hatte Prinz August Wilhelm schon seit seiner Jugend einen engen Freund, seinen persönlichen Adjutanten Hans Georg von Mackensen. Mit ihm verband ihn wohl noch mehr als Freundschaft, als Hauptgrund für das Scheitern der Ehe werden „ausgeprägte homosexuelle Neigungen“ kolportiert. Zunächst widersprach der Vater Kaiser Wilhelm II. einer Scheidung, aber nach der Abdankung wurde die Ehe 1920 auch formal geschieden. Das Sorgerecht für den Sohn bekam übrigens der Vater, auch das damals nicht unüblich nach Scheidungen.

Prinz August Wilhelm versuchte sich zunächst als Kunstmaler und wendete sich danach dem Nationalsozialismus zu. Er wurde Mitglied der NSDAP und der SA – insgeheim hoffte er, von Adolf Hitler wieder als Regent auf dem vakanten Kaiserthron eingesetzt zu werden. Hitler brauchte den Prinzen jedoch nur so lange er für Wählerstimmen gut war, die er sonst nicht bekommen hätte. Danach wurde Prinz August Wilhelm, der wohl auch nicht der Hellste war, wie die Linke spottete, mehr oder weniger kaltgestellt und geriet in Ungnade.
Der Prinz wurde 1945 wegen seiner aktiven Rolle während der Nazi-Zeit von den US-Truppen gefangen genommen und verbüßte drei Jahre Haft. Einsichtig zeigte er sich nicht. Als er im Spruchkammerverfahren gefragt wurde, ob er nunmehr den Nationalsozialismus ablehne, antwortete er mit „Wie bitte?“. Schwer erkrankt starb er 1949 in Stuttgart.

Und Prinzessin Alexandra Viktoria von …? Zunächst war sie die Lieblingsschwiegertochter der Kaiserin. Nach der Scheidung 1920 heiratete sie einen (bürgerlichen) Korvettenkapitän. Auch diese Ehe wurde später geschieden. Alexandra Viktoria war künstlerisch begabt und arbeitete seit den zwanziger Jahren als Kunstmalerin, zunächst einige Jahre in New York. Malerin blieb sie auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und lebte nach dem Krieg als solche in einem Wohnwagen bei Wiesbaden. Mit diesem Wohnwagen reiste sie auch viel, ob nun nach Spanien, Griechenland oder in ihre Heimat nach Glücksburg. Ob es eine gewisse Exzentrik war oder eher wirtschaftlich bedingt – wir wissen es nicht. Vom kaiserlichen Palast in den Wohnwagen – vielleicht war sie in letzterem Domizil sogar glücklicher! Die unkonventionelle Prinzessin starb 1957.

Ein Rücktritt wird begrüßt: Elsaß-Lothringens Staatssekretär von Koeller nimmt seinen Hut

Auch wenn er auf dem Bild keinen Hut aufhat – unter dem Porträt steht dieser kurze Artikel dazu (erschienen in der Sonntagszeitung):

„Mit Herrn von Koeller, der im 68. Lebensjahre steht, scheidet ein Mann aus dem politischen Leben, der in seinen verschiedenen hohen Stellungen als Staatsbeamter durch sein brüskes Auftreten es verstanden hat, während seiner Amtstätigkeit die Unzufriedenheit im deutschen Volke zu nähren.“

Oops, da fallen mir zur heutigen Politik auch ein paar Namen ein, auf die das zutrifft. Aber was hatte es mit Ernst von Koeller (1841-1828), oft auch Köller geschrieben, auf sich?
Schon zu Beginn seiner Karriere, als Polizeipräsident von Frankfurt 1881, machte sich Köller keine Freunde. Seine rücksichtslose und despotische Art, preußische Interessen durchzusetzen, kam im ehemaligen freien Stadtstaat nicht gut an. Sein Wirken während seiner politischen Stationen, ob als Reichstagsabgeordneter der deutschkonservativen Partei, Unterstaatssekretär in Elsaß-Lothringen, preußischer Innenminister und Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein, durchzog als roter Faden sein kompromissloser Einsatz für die Interessen Preußens kombiniert mit einer Abneigung gegen eine liberale Politik im allgemeinen und gegen die Sozialdemokratie im Besonderen.

Seine Zeit als Oberpräsident von Schleswig-Holstein ging als „Köller-Ära“ in die Geschichte des Landes ein. Damit war seine nationalistische Politik gegen die dort lebende Minderheit der Dänen gemeint, die er am liebsten vertreiben wollte. Ein Resultat hatte diese Politik: Der Zusammenhalt der dänischen Minderheit wurde damit gestärkt. Nach seinem Abtreten 1901 wechselte er als Staatssekretär nach Elsaß-Lothringen – gleichfalls eine Region mit zwei Volksgruppen, zwischen denen es Konflikte gab. Man ahnt es schon, auch hier war Köller nicht auf Zugeständnisse und Verständigung aus. So wollte er zum Beispiel den Gebrauch der französischen Sprache bei Versammlungen von Vereinen per Gesetz eindämmen. Nach seinem Rücktritt 1908 war seine letzte politische Station ein Sitz im preußischen Herrenhaus. – Den konkreten Anlaß für seinen Rücktritt konnte ich leider nicht herausfinden, aber er wurde wohl allgemein wenig bedauert!

Aus dem Frauenleben:

Eine Suffragette wird erste weibliche Bürgermeisterin in England – fast!

„Miß E. S. Dove wurde zum Bürgermeister des englischen Städtchens High Wycombe in der Grafschaft Southampton gewählt.“

So lautete die Bildunterschrift in der Sonntagszeitung. Das Foto zeigt eine ernstblickende junge Frau, der Bürde ihres Amtes wohl bewusst. Im kurzen Text dazu erfährt man wenig mehr:

„Miß Dove wurde erst vor wenigen Monaten in den Gemeinderat des Städtchens High Wycombe gewählt, wo sie sich der größten Beliebtheit erfreute. Nunmehr ist sie an die Spitze der städtischen Verwaltung gestellt worden.“

Google sei Dank habe ich noch etwas mehr über die Dame herausfinden können. Frances Dove, wie sie hieß (nicht E.S.) wurde 1847 als ältestes von zehn Kindern in Bordeaux, Frankreich, geboren. Ihr Vater war Vikar, über ihre Mutter ist nichts weiter bekannt. Anscheinend zog die Familie nach England – jedenfalls besuchte sie dort das Girton College in Cambridge, was damals für Mädchen absolut keine Selbstverständlichkeit war. Von der Universität Dublin bekam sie einen sogenannten „Ad eundem“ Abschluss der gleichwertig dem eines Universitätsabschlusses war –für Frauen war er zu dieser Zeit in Cambridge, wo sie die entsprechenden Vorlesungen besuchte, nicht vorgesehen und wurde deshalb „ersatzhalber“ von der Uni Dublin erteilt.

Frances Dove engagierte sich für gleiche Bildung für Mädchen. Bevor sie selbst 1896 die höhere Mädchenschule „Wycombe Abbey“ gründete, hatte sie schon einige berufliche Erfahrungen an anderen Schulen erworben und sich während dieser Zeit von der Assistenzlehrerin bis zur Direktorin hochgearbeitet.
Die von ihr gegründete Wycombe Abbey-Schule begann mit 40 Schülerinnen – nach drei Jahren waren es bereits 210 Schülerinnen! Die Schule gibt es noch heute, sie befindet sich  seit ihrer Gründung in einem wunderschönen alten Herrenhaus, umgeben von einem weitläufigen Park. Wer Lust hat, sich ein paar Bilder anzuschauen, hier geht es zur Webseite dieser Schule. Ihr Bildungsideal war, selbstbewusste Bürger(innen) zu erziehen, die sich zum Wohl der Gesellschaft engagierten. Dazu gehörte Disziplin, die Ausbildung vielfältiger Interessen und auch Teamgeist. Deshalb wurden in Wycombe Abbey im Sportunterricht Mannschaftssportarten wie Hockey und Cricket gespielt – wie in den Schulen für Jungs.

Frances war bekennende Suffragette. Nachdem sie 1907 schon in den Gemeinderat gewählt worden war, war die Wahl zur Bürgermeisterin 1908 aufgrund ihrer Beliebtheit eigentlich nur noch eine Formsache. Aber im digitalen „Oxford Dictionary“, das mit einem detaillierten Artikel über Ms. Dove als zuverlässigste Quelle erscheint, steht, dass gewisse Kreise gegen ihre Wahl opponierten und sie dann doch noch nachträglich verhinderten – insbesondere, weil Frances Dove zur Suffragetten-Bewegung gehörte. Somit war die obige Meldung etwas voreilig! Im Gemeinderat verblieb sie bis 1913.
Frances Dove engagierte sich Zeit ihres Lebens vielfältig weiter, insbesondere für die Schulbildung von Mädchen und sozial Schwachen. Dafür wurde ihr 1928 der Orden „Dame Commander of the British Empire“ verliehen, der zweithöchste britische Ritterorden. Sie starb 1942 hochbetagt im Alter von 95 Jahren.

In Cottbus wird ein modernes Theater eröffnet

Nicht nur in Cottbus war zu dieser Zeit ein neues Theater-Gebäude erbaut worden. Auch in Lübeck wurde im Oktober 1908 ein neues Theater eingeweiht. Und in den Jahren davor waren schon in Wien (1900), Frankfurt, Fürth (1902) und Gießen (1907) neue Theaterbaute entstanden, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die rege Bautätigkeit erstreckte sich nicht nur auf Theater, sondern auch auf andere öffentliche Gebäude, Fabriken und –aufgrund der wachsenden Städte- Wohnhäuser. Die Wirtschaft florierte und es wurde investiert – auch in Kultur!

In der Zeitschrift „Daheim“ heißt es zum neuen Kottbusser Theater (damals noch mit K geschrieben):

„Auch Kottbus erfreut sich eines neuen Musentempels: Donnerstag, den 1. Oktober fand daselbst die Einweihung des neuen Stadttheaters statt. Das Werk, dessen Kosten sich auf mehr als 650 000 Mark belaufen, ist nach den Plänen des von Bernh. Sehring/ Charlottenburg gebaut, dessen Entwurf nach einem engeren Wettbewerb unter den bekanntesten Theaterbaumeistern Deutschlands gewählt wurde. Sehring führte die künstlerische Leitung, während die Ausführung dem Stadtbauamt in Kottbus oblag. Das Theater nimmt mit den Gartenanlagen, Springbrunnen und Terrassen den südlichen Teil des großen ehemaligen Viehmarktes, jetzigen Theaterplatzes, ein. Die neue Kunststätte ist in strengem Louis XVI.-Stil in moderner Auffassung durchgeführt. (…) Der hübsche Zuschauerraum faßt 900 Sitzplätze bei nur 12 Parkettreihen Tiefe. Bemerkenswert ist die von Sehring in die Tat umgesetzte sozial-moderne Anregung des Oberbürgermeisters Werner, gegenüber dem kleineren Parkett und 1. Rang ein großes, billiges und dabei vornehm ausgestattetes Amphitheater für die breiten Schichten der Bevölkerung mit der Hälfte der Gesamtplätze zu schaffen; auch hier sind geräumige Garderobenanlagen und ein großes Foyer vorhanden. Die Bühne selbst ist mit allen technischen Hilfsmitteln nach den neuesten Erfahrungen ausgestattet, ebenso ist auf schnellste Entleerung wie größte Feuersicherheit Bedacht genommen. Magazine und Künstlergarderoben liegen gänzlich getrennt zu beiden Seiten der Bühne. – Die Eröffnungsvorstellung brachte Lessings ‚Minna von Barnhelm’ in tüchtiger Besetzung.“

So der Artikel über die Einweihung des neuen Theaters. Und jetzt noch ein paar Zusatzinformationen aus dem „off“: Der städtische Magistrat hatte lange darüber nachgedacht, ein Theater zu bauen – fast 100 Jahre. Aber 1905 war es soweit und der Bau wurde beschlossen. Vorher wurde noch schnell der Platz davor, der bis dato „Viehmarkt“ hieß, in „Schillerplatz“ umbenannt. Das klang irgendwie städtischer und passte besser zum zukünftigen „Musentempel“.

An der Ausschreibung nahmen namhafte Architekten dieser Zeit teil – es gab einige, die auf den Bau von Theatern spezialisiert waren. Man entschied sich für Bernhard Sehring und damit für einen Architekten, der schon mehrere Theater gebaut hatte – u.a. 1895/96 das Theater des Westens in Berlin und 1901/02 Stadttheater Bielefeld. Beide sind wie das Cottbusser Theater noch heute erhalten und werden bespielt. Sehring wählte man als Architekten, wenn man etwas Besonderes wollte. Und die Cottbusser wollten etwas Besonderes: Ein modernes Theater, was nicht nur von außen so aussieht, sondern auch innen modern ist und der neuen Zeit entspricht. Möglichst viele Bürger sollten ins Theater gehen können – denn so viele abendliche Zerstreuungen gab es damals ja noch nicht, weder Fernsehen noch Kino. Wohl deshalb ist das Theater auch recht groß dimensioniert mit seinen 900 Plätzen bei den 46.000 Einwohnern, welche die Stadt zu dieser Zeit hatte.

Aber auch stilistisch entwarf Architekt Sehring ein modernes Theater: Er inszenierte einen gekonnten Stilmix, bei dem der moderne Stil jener Zeit, heute Jugendstil genannt, dominierte. Obwohl Sehring kein Jugendstil-Architekt sein wollte, ist es der erste Eindruck, wenn man das Gebäude sieht. Sehrings Jugendstil zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass er gekonnt andere Stile zitiert, die auf die Geschichte des Theaters an sich verweisen. Er verbindet diese verschiedenen Stilelemente zu einem gelungenen Ganzen.
Was die Baukosten angeht – etwas teurer als im obigen Artikel angegebenen „mehr als 650.000 Mark“ wurde es am Ende doch: Die maximal veranschlagte Bausumme sollte 800.000 Mark betragen. Das Budget musste aber noch einmal um 109.000 Mark aufgestockt werden, bevor der Bau feierlich eröffnet werden konnte.

In der weiteren Geschichte des Theaters wurde es im letzten Kriegsjahr des 2. Weltkrieges als Munitionslager genutzt und entkam nur knapp seiner Sprengung. Der zuständige Volkssturmmann „vergaß“ den entsprechenden Befehl auszuführen. Nach dem Krieg wurde es zum Mehrspartenhaus mit Schauspiel, Oper und Ballett. Und modernisiert wurde es dann zwischendurch auch mehrmals – schließlich sollte es ja ein „modernes“ Theater bleiben!

Heute fasst der Theatersaal zwar weniger Zuschauer als damals: 680 statt den ursprünglichen 900, aber der Charme des (inzwischen) über 100 Jahre alten Jugendstil-Theaters wurde definitiv erhalten, wie man an den Bildern von heute sieht. Tja, auch „modern“ ist relativ! Seit 1992 ist das vormalige Stadt-Theater Staatstheater. Wer es einmal besuchen möchte, hier kommt man auf die Webseite mit allen weiteren Informationen und dem Spielplan.

Und wer sich nach dem Lesen des Artikels für weitere historische Theater interessiert – es gibt ein Buch von Carsten Jung dazu und auch eine Gesellschaft der historischen Theater Europas, auf deren Webseite man sich informieren kann.

Das Staatstheater Cottbus heute

(Fotos mit freundlicher Genehmigung vom Staatstheater Cottbus)

Zum Glück faszinieren Theater die Menschen damals wie heute. Der Herbst beginnt und damit auch wieder die Theatersaison!

Es ist doch etwas ganz anderes, sich von realen Personen und ihrem Spiel gefangen nehmen zu lassen als vor der flimmernden Mattscheibe zu sitzen! Und auch wenn heute viele in Jeans ins Theater gehen – man kann sich dafür durchaus schick machen! Für die Schauspieler, die Sitznachbarn oder den Sekt in der Pause …

Also auf ins Theater! Viel Spaß dabei und außerdem einen bunten Herbst wünscht Euch

Eure Grete

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