Sisis Nichte Marie-Louise von Wallersee  – Ein bewegtes Leben zwischen Glanz und Schuld

Ein Gastbeitrag von Petra Herzberg

Kindheit und Jugend

Marie-Louise Elisabeth Mendel war die einzige Tochter von Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern (Louis), dem ältesten Bruder von Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi. Sie kam am 24. Februar 1858 in der Augsburger Maximilianstrasse 87 zur Welt. Ihre Mutter war die Schauspielerin Henriette Mendel, eine Bürgerliche. Louis liebte das Theater und lernte die Schauspielerin in Augsburg kennen und lieben. Wegen ihr und um sie heiraten zu können, verzichtete er im Jahre 1859 auf sein Erstgeborenen Recht im Herzogshaus in Bayern. Seine jüngere Schwester Sisi, die Kaiserin von Österreich wurde, war ihm stets wohlgesonnen und er konnte sich auf ihre Unterstützung verlassen. Henriette wurde von König Maximilian II von Bayern zur Baronin Wallersee geadelt und so stand der Hochzeit nichts mehr im Wege. Dem Paar wurde noch ein Bub geboren, der aber bereits mit 3 Monaten starb. Untröstlich darüber kümmerte sich Louis mit aller Kraft um die Erziehung seiner Tochter, an der er jedoch ständig herumnörgelte.

In ihren Memorieren „Meine Vergangenheit“ ließ Marie-Louise kein gutes Haar an ihrem Vater. Sie hatte Angst vor dem großen Mann, der ihre blonden Haare nicht mochte. Er verlangte zum Beispiel, dass sie ihr Haar mit dunklem Öl einrieb, damit es nachdunkelt, weil ihm dunkle Haare besser gefielen. Sie fand die Prozedur furchtbar: das Öl stank, klebte und brannte auf der Kopfhaut. Sie fühlte sich schlecht behandelt. Daher kamen die Einladungen von „Tante Kaiserin“, wie sie Sisi nannte gerade recht. Sie besuchte Sisi in Wien und später auch in Sisis ungarischem Schloß Gödöllö in der Nähe von Budapest. Marie-Louise konnte wie ihr Vater sehr gut reiten und fechten. Sisi lernte ihre Nichte näher kennen und fand großen Gefallen an ihr. Die Kaiserin machte sie zu ihrer Vertrauten. Gern verließ Marie-Louise ihr Elternhaus und freute sich auf ein ungezwungenes Leben an der Seite der Kaiserin.

 

In jungen Jahren (Sammlung Petra Herzberg)

Eine arrangierte Ehe

Doch der Klatsch blühte, denn es war eine Ungehörigkeit, dass die Tochter einer Schauspielerin Vertraute der Kaiserin von Österreich wurde. Durch die Vermittlung von Sisis eifersüchtiger Hofdame, Gräfin Marie Festetics, die sie aus Sisis Nähe wegbringen wollte, sollte die „Kleine Wallersee“ schnellstmöglich verheiratet werden. Denn aufgrund ihrer Herkunft und ihrer exzellenten Reitkünste hätte Marie gute Aussichten gehabt, Hofdame der Kaiserin zu werden. Und damit Konkurrentin der Gräfin. Dies wusste die Gräfin zu verhindern und suchte nun einen Ehemann für Marie-Louise. Sie schlug Sisi Graf Georg Larisch-Moennich vor. Sisi war einverstanden und so trat Marie-Louise mit Georg am 20. Oktober 1877 vor den Traualtar. In ihren Memorien hinterlässt sie uns allerdings, dass es keine Liebesheirat war, sondern sie mit der Einwilligung zur Hochzeit nur ihrer Tante Sisi gefallen wollte. Marie-Louise wurde zur Palastdame ernannt, Georg zum Kämmerer. Das Paar zog in die Nähe des schlesischen Troppau. Dort kam ein Jahr später 1878 Sohn Franz Joseph und im darauffolgenden Jahr 1879 Tochter Marie Valerie zur Welt.

Zur jüngsten Sisi Tochter Marie Valerie hatte sie ein inniges Verhältnis
Sammlung Petra Herzberg

Liaisonen und uneheliche Kinder….

Mit der Zeit wurde der Kontakt zu Sisi jedoch unbeständiger. Sisi wurde ihr bald überdrüssig und war von ihr gelangweilt. Die arrangierte Ehe mit Georg Larisch war unglücklich. Marie-Louise fühlte sich durch die aufgezwungene Ehe nicht an die eheliche Treue gebunden. Der Graf war mürrisch, schwerfällig, geizig und langweilig. Er konnte die lebenslustige Frau nicht an sich binden. Es gab ständig Streit um die Ausgaben für Marie-Louise‘s teure Kleider und sonstigem Putz.

Schließlich ließ sie sich auf eine Liaison mit dem schneidigen Jagdreiter Heinrich Baltazzi ein, den sie bei den berühmten Reitjagden in Pardubitz kennenlernte. Es war ein offenes Geheimnis, dass er der Vater ihrer beiden jüngeren Kinder, Marie Henriette und Georg Heinrich war. Baltazzi zahlte ihre ständig wachsenden Rechnungen für schöne Kleider. Obwohl die beiden jüngeren Kinder nicht seine leiblichen Kinder waren, erkannte Graf Larisch sie dennoch offiziell an, um den Schein zu wahren.

Durch eine weitere Liaison Maries mit Karl-Ernst von Otto-Kreckwitz entsprang ein weiterer Sohn, Friedrich-Karl. Ernst von Otto wurde am 26. Juli 1861 geboren und starb 1938. Er war ein bekannter deutscher Kynologe und Herausgeber der Zeitung „Der Hunde-Sport“ und „Der Vorstehhund“. Er reformierte das gesamte Züchtungs- und Ausstellungswesen, züchtete erfolgreich Hunde und galt als bester Kynologe Deutschlands. Bei diesem im Jahre 1894 geborenen Sohn Friedrich Karl war allerdings der Schein nicht mehr zu wahren. Immerhin lebte das Ehepaar Moennich-Larisch seit 1889 getrennt, Marie in Bayern, Graf Larisch in Schlesien. 1896 kam es zur Scheidung. Marie-Louise erhielt zunächst weiterhin finanzielle Unterstützung durch ihren Liebhaber Baltazzi. Zusätzlich und bereits vor ihrer Scheidung bekam sie aus dem Privatfond von ihrem Cousin, Kronprinz Rudolf, Sisis einzigem Sohn, grosszügige Zuwendungen. Es ist noch immer umstritten, ob Marie-Louise und Kronprinz Rudolf ebenfalls eine Liaison hatten.

Eine attraktive Dame der Gesellschaft

Die Tragödie von Mayerling

Marie-Louise ging als Freundin von Baronin Helene Vetsera im Vetsera-Palais in der Wiener Salesianergasse 11 ein und aus. Dort erzählte sie der für den Kronprinzen Rudolf schwärmenden Nichte Baltazzis, und Tochter von Helene, der frühreifen hübschen 16jährigen Marie Alexandrine, genannt Mary, von ihrer hohen Verwandtschaft. In der Folge arrangierte Marie auf Drängen Marys, die schon länger für den Kronprinz schwärmte, einige heimliche Treffen. Marie-Louise zog sich alsbald zurück, denn es kam zu einem Skandal während einer Opernaufführung.  Mary suchte ständig den Blick und die Nähe zum Kronprinzen, der ebenfalls die Oper besuchte. Ein paar Wochen später blieb Mary bei einem Empfang stehen, als Kronprinzessin Stefanie, Rudolfs Ehefrau, in den Saal einzog und alle anderen Damen im Hofknicks versanken. Mary starrte ihr in die Augen und verweigerte den Gruß. Mary‘s Mutter Helene Vetsera zog sie jedoch noch rechtzeitig in den Knicks, um keinen Skandal heraufzubeschwören.

Mutter Helene Vetsera, geborene Baltacci sitzend im Ballkleid
Mutter Helene Vetsera, geborene Baltazzi
Ihre Tochter Mary, die mit Kronprinz Rudolf in den Tod ging
Marie Luise Larisch links mit Hut und Mary Vetsera rechts, gleichfalls mit Hut
links Marie-Louise, rechts Mary Vetsera
Bilder Sammlung Petra Herzberg

Der vom Leben überdrüssige und kranke Kronprinz Rudolf war schon länger auf der Suche nach einer Begleiterin, die mit ihm gemeinsam aus dem Leben scheiden wollte. Seine langjährige Maitresse, Mitzi Kaspar, eine Prostituierte aus Wien hatte ihm diesen Wunsch jedoch abgeschlagen und war stattdessen besorgt zur Polizei gegangen, um zu warnen. Doch einer Prostituierten glaubte man nicht… Ein Fehler mit fatalen Folgen.

Kronprinz Rudolf mit seiner Ehefrau Stefanie von Belgien

Rudolf und Mary trafen sich weiterhin, diesmal mit Hilfe von Rudolf‘s Leibkutscher Josef Bratfisch und Marys Zofe Agnes. Am 28. Januar 1889 brachte Marie-Louise Mary auf Wunsch des Kronprinzen in die Hofburg, von wo sie ins Jagdschloss Mayerling floh. Dort erwartete sie bereits der Kronprinz. In der Nacht zum 30. Januar 1889 setzte der Kronprinz seinen Plan zum gemeinsamen Selbstmord um: er erschoss zuerst Mary und dann sich selbst. In den aufgefundenen Abschiedsbriefen Marys fanden sich Beweise für ihr Einverständnis, mit dem Kronprinz gemeinsamen in den Tod zu gehen. Dort schreibt Mary: „Ich bin glücklicher im Tod als im Leben“. Das Leben von Mary Vetsera, die Aufregung um ihr Grab sowie die genauen Abläufe im Drama von Mayerling werden in diesem Artikel (gleichfalls von Petra Herzberg) erzählt. 

Der Skandal war riesig. Am Hof brauchte man schnell einen Sündenbock. Die Tatsache, dass Marie-Louise sich als Vermittlerin für die Rendezvous betätigt hatte, hatte sie als Vertraute und Mitwisserin der brandgefährlich-heimlichen Liebelei gemacht. Nun wurde sie der Öffentlichkeit als Hauptschuldige präsentiert. Ab diesem Zeitpunkt wollte Sisi nichts mehr mit ihr zu tun haben und empfing sie nicht mehr. Für Sisi war Marie-Louise die einzig Schuldige an dem Drama von Mayerling. Ihr ganzes weiteres Leben versuchte Marie-Louise sich zu rechtfertigen, schrieb Bücher und versuchte immer wieder Kontakt zu Sisi aufzunehmen, was ihr aber verwehrt wurde.

Marie-Louises Mutter Henriette erkrankte 1891 an Unterleibskrebs und erlag diesem bereits am 12. November des gleichen Jahres. Marie-Louise war tieftraurig und lenkte sich mit vielen Reisen, Männerbekanntschaften und wilden Parfocejagden ab.

Ihre Eltern: Mutter Henriette und Vater Ludwig Wilhelm "Louis"

Die zweite Ehe

Marie-Louise lernte in Rottach-Egern den bayerischen Hofopern- und Kammersänger Otto Brucks kennen, den sie 1897 heiratete. Aufgrund dieser Eheschließung wurde Brucks nicht mehr auf bayerischen Bühnen und in den Hofopern beschäftigt und hatte auch sonst kaum noch Engagements. Bei jeder Kritik waren Hintergrundberichte über seine Ehe mit „jener Gräfin Larisch, die in Mayerling …“ wichtiger als seine musikalische Leistung. Brucks begann daraufhin zu trinken. 1899 wurde der gemeinsame Sohn Otto geboren. Aus Geldnot und um sich zu rechtfertigen, verfasste Marie Brucks biografische Berichte über ihre kaiserlichen und königlichen Verwandten. Kaiser Franz Joseph wollte ihre Enthüllungen verhindern und kaufte ihr die ersten Manuskripte gegen einen hohen Betrag und eine Rente ab. Trotzdem geriet sie im Versuch, ihren Ruf wiederherzustellen und wegen weiterer hoher Schulden immer wieder in Kontakt mit Verlegern und Journalisten, die ihre Nähe zur kaiserlichen Familie auszunutzen versuchten.

1906 wurde Otto Brucks Theaterdirektor in Metz. 1907 und 1909 starben die beiden Kinder, die Marie-Louise aus ihrer Verbindung mit Baltazzi hatte: Marie Henriette an den schwarzen Blattern, Georg Heinrich beging in Neapel Selbstmord. In ihren Memoiren stellte Marie-Louise später die Behauptung auf, ihr Sohn habe sich aus Scham erschossen, nachdem er ein Buch über die Mayerling-Affäre gelesen habe, in dem ihre Rolle stark überzeichnet worden sei. Dagegen spricht jedoch ein Brief, aus dem hervorgeht, dass Georg Heinrich bereits 1906 alle damals verfügbaren Bücher dazu gelesen hatte. Damals hat er deutliche Hinweise erhalten, dass er kein Sohn des Grafen war und seine „Existenz mit der Mayerling-Geschichte zusammenhängt“, was natürlich übertrieben war. Die entlastenden Abschiedsbriefe von Mary Vetsera wurden jedoch erst nach seinem Tod aufgefunden.

Im Jahre 1913 knüpfte Marie-Louise unter Umgehung ihrer Pflichten aus den Verträgen mit dem Kaiserhaus Kontakt zu einer englischen Journalistin, mit deren Unterstützung das Buch „My Past (Meine Vergangenheit)“ erschien. Es erreichte hohe Auflagen. Im Berliner Verlag „Es werde Licht“ wurde es im Jahre 1913 in deutscher Sprache auf den Markt gebracht. Durch den 1. Weltkrieg blieb der erhoffte finanzielle Erfolg jedoch aus. Otto Brucks starb 1914 an Leber-Zirrhose. Im Jahr darauf starb die älteste Tochter Marie Valerie an einer Tropenkrankheit, die sie sich als Missionsschwester zugezogen hatte.

Marie-Louise war im 1. Weltkrieg als Rotkreuzschwester an der Westfront und als Operationsschwester in München tätig. Der Filmemacher Rolf Raffé drehte im Jahre 1920 den Stummfilm „Kaiserin Elisabeth von Österreich“, in dem Marie-Louise Brucks sich selbst spielte.

Als Auswanderin in den USA und die dritte Ehe

In den nächsten Jahren lebte sie in Armut und arbeitete unter anderem als Haushälterin in Berlin. Sie wollte gern in die USA auswandern. Eine Journalistin schrieb 1924 einen Artikel über die Nichte der Kaiserin und ihr bedauernswertes Leben, gespickt mit Bildern der jungen Gräfin und der kaiserlichen Verwandtschaft von vor 40 Jahren. Der Bericht enthielt auch das Angebot, dass sie bereit sei, denjenigen zu heiraten, der die Überfahrt für sie und ihren Sohn Friedrich Karl zahlen würde.

Schließlich kam Marie-Louise im Jahre 1924 in Kontakt mit dem Farmer und Immobilienmakler aus Florida, William Henry Meyers, der für sie und Sohn Friedrich Karl tatsächlich die Überfahrt in die USA bezahlte. Drei Tage nach ihrer Ankunft heiratete sie ihn als Gegenleistung und um einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Doch der neue Ehemann entpuppte sich als übler Heiratsschwindler, der gehofft hatte, als Gatte einer attraktiven europäischen Gräfin zu Ansehen und Geld zu kommen. Nachdem er bemerkt hatte, dass Marie-Louise mittellos war, begann er sie zu misshandeln. Enttäuscht floh Marie-Louise nach New Jersey wo sie als Köchin arbeitete, um über die Runden zu kommen.

Dort lernte sie einen deutschamerikanischen Schriftsteller kennen und erzählte ihm aus ihrem Leben. Unter Hinzufügung von verkaufsträchtigen „scandals“ entstanden zwei Bücher, doch er betrog sie um die Einnahmen. Wegen dieser Bücher wurde Marie-Louise als geldgierige Ex-Gräfin angesehen, die für Geld ihre kaiserliche und königliche Familie verkauft hatte.

Rückkehr nach Bayern, schriftstellerische Tätigkeiten und verarmt in Augsburg

Zerbrochen kehrte sie im Jahre 1929 nach Augsburg zurück, wo sie sehr bescheiden und zurückgezogen von einer kleinen Rente lebte, die sie vom Haus Wittelsbach erhielt. Ab 1930 wohnte sie im Stadtteil Pfersee in einer kleinen Wohnung in der Arnulfstraße 17.

Noch immer wütend und auf Rache sinnend war sie mit ihrer Rehabilitation beschäftigt und wurde wieder von einem Verleger betrogen.

Auf der Suche nach Sensationen, die sie verbreiten konnte, um ihre Bücher gut zu verkaufen, behauptete sie in dem 1936 erschienenen Buch „Die Heldin von Gaeta“, in dem es um das Leben der jüngeren Schwester von Sisi, Marie Sophie Königin von Neapel und beider Sizilien geht, selbst eine der Zwillinge zu sein, die Marie Sophie unehelich nach einer Liaison mit einem unbekannten Mann vermutlich am 24. November 1862 im Kloster St. Ursula in Augsburg bekam. Zweifelsfreie Quellen, die das belegen, existieren aber nicht. So soll die Zwillingsschwester von Marie-Louise Daisy genannt worden sein. Dies entspringt aber der Phantasie von Marie-Louise. Die Vermutung, dass es sich nur um ein Baby, ein Mädchen gehandelt haben soll, ist eher wahrscheinlich.

Marie-Louise von Larisch-Wallersee starb völlig verarmt am 4. Juli 1940 im Sankt Servatius-Stift, wo sie ihr letztes Lebensjahr verbracht hatte. Ihr Zimmer wurde nach ihrem Tod von einem Augsburger Gestapo-Beamten durchsucht. Dabei wurden alle Manuskripte beschlagnahmt und sind seitdem verschollen. Ihre sterblichen Überreste wurden neben dem Grab ihres Vaters Herzog Ludwig und ihres Sohnes Friedrich Karl auf dem Münchener Ostfriedhof beigesetzt. Dieser Sohn war am 10. Oktober 1929 in München mit 35 Jahren nach einer Grippeerkrankung gestorben.

Ihr Wunsch nach einem Grabstein, auf dem ihr Geburtsname steht, wurde ihr nicht erfüllt. Über Jahrzehnte blieb ihr Grab anonym und wurde nicht gepflegt. Erst 2012 bekam ihr Grab ein einfaches Holzkreuz mit einer kleinen Namenstafel. (Grab M-li-251/253).

Porträt als ältere Frau

Die Kinder von Marie-Louise:

Aus der Ehe mit Georg Graf Larisch-Moennich hatte Marie-Louise zwei Kinder:

1          Franz Joseph von Larisch-Moennich, geb 24. September 1878, gest. am 1. November 1937 in Miesbach am Tegernsee, verheiratet mit Maria Satterfield. Aus der Ehe entsprangen 3 Söhne. Er fuhr gern zur See und machte eindrucksvolle Photos von hohen Wellen und der Kraft der Ozeane und schrieb ein Buch „Sturmsee und Brandung“ was noch heute antiquarisch gekauft werden kann.

2          Marie-Valerie von Larisch-Moennich, 1879 – 1915, Missionarin in Afrika, starb mit nur 36 Jahren in Lausanne

Aus der Liaison mit Heinrich Baltazzi hatte Marie-Louise zwei Kinder:

3          Marie Henriette Alexandra Larisch-Moennich, geb. 1984 – 1907, verstarb früh an den schwarzen Blattern   

4          Georg Heinrich Larisch-Moennich, geb., 1886 – 1909, verübte in Neapel Selbstmord, vermutlichaufgrund der Mayerling-Affaire

Aus der Liaison mit Karl-Ernst von Otto-Kreckwitz entsprang:

5          Friedrich-Karl Larisch-Moennich, geb. 1894 – 1929 in München

Aus der Ehe mit Otto Brucks hatte Marie-Louise einen Sohn:

6         Otto Brucks, geb. 1899 – 1977

Tochter Marie-Valerie von Larisch-Mönnich

Marie-Louise schrieb folgende Bücher:

  • Ein Königsmärchen. Spohr, Leipzig 1898, Geschichte um König Ludwig II
  • Eine arme Königin. F .Fontane, Berlin 1900, Geschichte um Marie Sophie von Neapel und beider Sizilien
  • Meine Vergangenheit. Verlag Es werde Licht, Berlin 1913, Selbstrechtfertigung
  • Kaiserin Elisabeth und ich. Eisentraut, Leipzig 1935, Über die Zeit an der Seite von Sisi (ihr bekanntestes Buch und in viele Sprachen übersetzt)
  • Die Heldin von Gaeta. Tragödie einer Königin. Goten-Verlag, Leipzig 1936, Geschichten um Marie Sophie Königin von Neapel und beider Sizilien
  • Gekrönte Frauen, Liebe und Tod, 1943 (enthält die letzten drei genannten Werke in einem Sammelband)

Über die Autorin:

Petra Herzbergs erste Passion ist die berühmte und beliebte Kaiserin Sisi und ihre Familie. Nicht nur, dass sie alle (deutschen) Bücher, die es zum Leben von Kaiserin Elisabeth und ihrem Mann Kaiser Franz Joseph gibt, gelesen hat, sie sammelt neben den Büchern auch Bilder, Fotos und Figuren rund um Kaiserin Elisabeth.

Porträt Sisi Autorin Petra Herzberg

Gefragt, wann ihre Begeisterung für Kaiserin Sisi begann, erzählt sie dass sie das erste Buch über Sisi, die Biographie von Brigitte Hamann „Kaiserin wider Willen“ 1981 bei ihrer Großmutter entdeckte und verschlang. Danach hatte sie Feuer gefangen und las mehr zum Leben der faszinierenden Person Sisi. Sie begann die Bücher zu sammeln und ihre Leidenschaft hat sie bis heute auch an viele Stätten, wo die Kaiserin zeitweise lebte, hingeführt.

Ob nun ihr geliebtes Wien, wohin sie regelmäßig reist, Budapest oder auch Korfu. All das passiert –bis jetzt- aber in ihrer Freizeit. Beruflich ist sie seit vielen Jahren erfolgreich in der Bankenbranche tätig. Es gibt noch eine zweite Passion, die sie, aber das mehr zufällig, mit Kaiserin Sisi teilt: das Reiten, gerne auch im Damensattel, ihr Ausgleich vom Großstadtleben am Wochenende. Und wenn dann noch Zeit bleibt – dann sitzt sie an ihrem Buch. Ratet mal, zu welchem Thema…

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