Der Münchner Finessensepperl

Leben und Tod des Joseph Huber

von Andreas Nerlich

Inhaltsüberblick:

Jede Stadt lebt nicht zuletzt durch ihre Originale – in München gehört der „Finessensepperl“ unbedingt dazu, sein Spruch „Nix G’wiss woas ma ned“ (das hochdeutsche Äquivalent ist: Nix Genaues weiß man nicht“) ist bis heute eine geläufige Redewendung. Geboren als Joseph Huber, lebte er im alten München der Zeit um 1800 und bestätigte sich als diskreter Bote von Liebesbriefen. Wie es scheint, war er nicht so einfältig wie er vorgab – sein Trinkgeld sparte er fleißig in einem Sparstrumpf, der ihm allerdings später zum Verhängnis wurde.

Der Autor, Prof. Andreas Nerlich, verfolgt seine Spuren: Woher kam Joseph Huber, wie gestaltete sich sein Lebensweg und wie starb er? Als Pathologe und Mumienforscher untersuchte Prof. Nerlich die sterblichen Überreste des Originals, denn das Skelett des Originals wurde nach seinem Tod 1829 sorgfältig präpariert und existiert bis heute (inzwischen als Dauerleihgabe einer Sammlung).

Fazit:

Das Buch ist spannend und gut recherchiert – nicht nur für Münchner und Fans der Stadt interessant zu lesen, sondern für alle, die an Schilderungen des damaligen Alltagslebens sowie der Recherche nach Personen interessiert sind. 98 hochwertige Abbildungen bereichern den Titel.

Über den Autor:

Andreas G. Nerlich ist im Jahr 1957 geboren.

Als Leiter des Instituts für Pathologie und als Professor für Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat Andreas Nerlich bereits viel Erfahrung in postmortalen Untersuchungen gesammelt. 

Sein fundiertes medizinisches Wissen und seine Erfahrung sind in die Recherche zum Leben und Tod des „Finessensepperls“ eingeflossen. Das Buch ist im Konrad Verlag erschienen. 

Nach oben scrollen